Vereinsikonen und Flops
Das sind die teuersten Alemannia-Transfers aller Zeiten
23.02.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 6 Min.
Matthias Lehmann (Archivbild): Für keinen Spieler gab die Alemannia bisher mehr Geld aus. (Quelle: imago sportfotodienst)
Am Tivoli spielten schon einige bekannte Namen. Für manche musste der Verein tief in die Tasche greifen – zumindest für Aachener Verhältnisse.
Für teure Transfers war Alemannia Aachen noch nie bekannt. Und spätestens nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 2012, der anschließenden Insolvenz und dem Sturz in die Regionalliga 2013 ging es lange Zeit nur ums nackte Überleben.
Mit dem langersehnten Aufstieg in die 3. Liga 2024 konnte der Verein zumindest wieder einige Sponsoren dazugewinnen. Hinzu kommen unter anderem TV-Gelder in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro pro Saison und Fördergelder für den Nachwuchs.
Als Aachen Mitte der 2000er-Jahre die wohl erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte erlebte, waren die Kassen noch voller. 2004 erreichte der damalige Zweitligist sensationell das DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen, bei der anschließenden Teilnahme am UEFA-Cup marschierte die Alemannia bis in die Runde der letzten 32. 2006 folgte der Aufstieg in die 1. Bundesliga.
Transfers im Bereich von mehreren Hunderttausend Euro waren durch die zahlreichen Prämien und TV-Gelder leichter zu stemmen. Wer in den Top Ten der teuersten Alemannia-Neuzugänge ist, sehen Sie hier.
Als damals 21-Jähriger wechselte Stürmer Jan Schlaudraff in der Winterpause 2005 zunächst auf Leihbasis von Borussia Mönchengladbach nach Aachen. Obwohl ihm in der Rückrunde noch kein Tor gelungen war, verpflichtete der Verein ihn fest, was sich später als Glücksgriff erweisen sollte.
In der Saison 2005/2006 drehte Schlaudraff auf. In 29 Ligaspielen gelangen ihm elf Tore und sieben Vorlagen, womit er gleichauf mit Sascha Rösler Aachens Top-Scorer wurde. Seine Tore verhalfen der Alemannia zum Aufstieg in die Bundesliga. Dort überzeugte der Stürmer mit acht Toren und sechs Vorlagen weiter, zudem gab er sogar sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft.
