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Bochum – Er lächelt in die Kamera, hat die Arme verschränkt. Im Hintergrund ist das Logo des VfL Bochum zu sehen. Kurz zuvor hatte Kevin Vogt (34) seinen Vertrag bis 2027 unterschrieben. Die Rückkehr des Innenverteidigers zu „seinem“ VfL (spielte ab 2004 in der Jugend, feierte 2009 sein Profi-Debüt) war damit im Sommer perfekt. Knapp 7 Monate später ist ihm jedoch das Lachen vergangen.

Denn aus der gefeierten Rückkehr wurde ein persönliches Desaster. Vogt, in den ersten 7 Liga-Spielen noch gesetzt, konnte den katastrophalen VfL-Start (1 Sieg, 6 Pleiten) nicht verhindern. Dazu kam maximales Pech. Knieprobleme und eine Operation. Ab Oktober war er zum Zuschauen verurteilt.

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Doch genau in dieser Zeit gelang dem Pott-Klub unter Neu-Trainer Uwe Rösler (57) der Umschwung. In den folgenden 16 Spielen gab’s nur zwei Pleiten, kämpfte sich Bochum aus der Abstiegszone ins Zweitliga-Mittelfeld vor. Und auf der Vogt-Position konnten sich Noah Loosli (28) und Philipp Strompf (28) behaupten. Zwar ist Vogt inzwischen wieder fit, war auch im Türkei-Trainingslager mit dabei. Doch aufs Comeback muss der Ex-Bundesliga-Profi (353 Einsätze für u. a. Hoffenheim und Union Berlin) weiterhin warten. Für ihn ist aktuell kein Platz im Team.

Auch kein Comeback gegen Nürnberg

Immerhin: Gegen Nürnberg (1:1) saß er auf der Bank – weil Strompf gesperrt fehlte. Rösler auf BILD-Nachfrage: „Ich muss die Leistung sehen, die die Jungs gebracht haben, in der Zeit, in der er nicht da war. Wir werden sehen, ob Kevin jetzt wieder im Kader ist oder spielt. Loosli ist gesetzt, er harmoniert gut mit Strompf. Auch Erhan Masovic hat eine sehr ordentliche Leistung gebracht. Die Konkurrenz ist groß.“

Dass Vogt in Düsseldorf (Freitag, 18.30 Uhr/Sky) aufläuft, ist nahezu ausgeschlossen. Die Rösler-Worte erwecken nicht den Eindruck, dass sich an seiner Bankdrücker-Rolle etwas ändern könnte …