
AUDIO: NDR 90,3 aktuell (5 Min)
Stand: 24.02.2026 06:30 Uhr
Seit 6 Uhr sind wieder alle Spuren im Elbtunnel befahrbar. Zuvor war wegen eines Warnstreiks in beide Fahrtrichtungen jeweils eine Spur gesperrt gewesen, was zu Staus geführt hatte.
Der Elbtunnel ist in beiden Fahrtrichtungen wieder auf allen Spuren befahrbar. Der Warnstreik auf der A7 wurde am Dienstagmorgen wie angekündigt vor dem morgendlichen Berufsverkehr beendet, wie die Verkehrsleitzentrale der Polizei Hamburg mitteilte.
Elbtunnel: nur zwei Fahrspuren pro Richtung frei
Der Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten in der Tunnelleitzentrale des Elbtunnels aufgerufen hatte, hatte in der Nacht zu Montag begonnen. Wie schon am Freitag waren deshalb nur zwei statt drei Fahrspuren pro Richtung frei. Auch die Lärmschutztunnel Schnelsen und Stellingen waren betroffen. Am Montagmorgen staute sich der Verkehr auf mehreren Kilometern in beiden Richtungen. Auch auf der Norderelbbrücke ging es nur langsam voran.
Elbtunnel war am Wochenende gesperrt
Von Freitagabend bis in die Nacht zu Montag war der Elbtunnel in Richtung Flensburg zwischen Hamburg-Heimfeld und Volkspark sowie in Richtung Hannover zwischen Hamburg-Stellingen und Heimfeld wegen Bauarbeiten gesperrt. Dabei wurden drei neue Verkehrszeichenbrücken eingehoben und montiert. Zudem wurde der Bau des Lärmschutztunnels Altona vorangetrieben. Vor der Sperrung hatte ver.di ebenfalls schon einmal zum Streik aufgerufen, sodass bereits am Freitag nur zwei Spuren befahrbar waren.
Ver.di verteidigt Zeitpunkt des Streiks
Hintergrund des Streiks sind die schwelenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Autobahn GmbH. Am Montagvormittag versammelten sich Streikende auf der Autobahnbrücke auf der Behringstraße. Die Gewerkschaft verteidigt den Zeitpunkt des Streiks in der Tunnel-Leitzentrale, der zusätzlich zu der Vollsperrung am Wochenende kommt. Das sei „leider die Planung der bundesweiten Tarifrunde“, sagte der für die Autobahn GmbH zuständige Gewerkschaftssekretär Max Stempel. Andere Termine habe es nicht gegeben. Streiks seien zwar immer das letzte Mittel und für viele unangenehm, doch sie kämen nur zustande, wenn Verhandlungen zuvor keine Lösung gebracht hätten. Nach zwei Tarifrunden habe sich die Autobahn GmbH „nicht bewegt, auch nicht ansatzweise“. Deshalb sehe man keine andere Möglichkeit als zu streiken, so Stempel.
Fortsetzung der Verhandlungen am Mittwoch
Die Autobahn GmbH hat sich unterdessen zuversichtlich gezeigt. Ziel sei ein ausgewogener Abschluss in der dritten Verhandlungsrunde. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich. Die Verhandlungen sollen am Mittwoch in Berlin fortgesetzt werden.
Noch sieben weitere A7-Sperrungen bei Hamburg in 2026
Die wiederholten Sperrungen der A7 stehen im Zusammenhang mit ihrem Ausbau auf acht Spuren und dem Lärmschutz, der verbessert wird. Der gut zwei Kilometer lange Lärmschutztunnel Altona soll bis 2028 fertig sein.
- 20. bis 23.3.2026: A7 55-Stunden-Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona, Arbeiten Tunnelleitzentrale – inkl. 31 Std Sperrung Tunnel Stellingen)
- 17. bis 20.4.2026: A7 55-Stunden-Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona, Arbeiten Tunnelleitzentrale)
- 08. bis 11.5.2026: A7 55-Stunden-Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona)
- 12. bis 15.6.2026: A7 55-Stunden-Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona)
- 26. bis 29.6.2026: A7 Tunnel Schnelsen 55-Stunden-Vollsperrung ohne Elbtunnel (u.a. Integration Leitzentrale Tunnel Schnelsen)
- 11. bis 14.9.2026: A7 55-Stunden-Vollsperrung (u.a. Arbeiten Deckel Altona, Arbeiten Tunnelleitzentrale)
- 25. bis 28.9.2026: A7 55-Stunden-Vollsperrung (u.a. Arbeiten Hochstraße K20)