07:47 UhrEON liefert Licht und Schatten

EON hat im vergangenen Geschäftsjahr dank Zuwächsen beim Betrieb der Stromnetze seinen Gewinn gesteigert. Das bereinigte Ebitda sei um neun Prozent auf 9,8 Milliarden Euro verbessert worden, teilte der Energiekonzern mit. Es lag damit am oberen Ende der Prognose von 9,6 bis 9,8 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr erwartet EON allerdings einen Rückgang des bereinigten Ebitda auf 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von 57 Cent je Aktie erhalten nach zuletzt 55 Cent.

07:30 UhrItalienische Behörde knöpft sich Amazon vor

Italiens Datenschutzbehörde hat einer Amazon-Logistiktochter die Verwendung weitreichender persönlicher Daten ihrer 1800 Mitarbeiter untersagt. Der Umgang mit Daten, die nicht für die Bewertung der beruflichen Fähigkeiten relevant seien, verstoße gegen Vorschriften, so die Behörde. Zu den Informationen, auf die zahlreiche Manager Zugriff hatten, gehörten demnach Angaben zum Gesundheitszustand, die Teilnahme an Streiks und Gewerkschaftsaktivitäten sowie sensible Details über die Familien der Arbeitnehmer. Amazon Italia Logistica darf in ihrem Logistikzentrum in Passo Corese nordöstlich von Rom auch keine Daten mehr verarbeiten, die durch vier Überwachungskameras in der Nähe der Toiletten und in den Pausenbereichen erfasst wurden.

07:09 UhrNetflix gerät bei Milliarden-Deal ins Hintertreffen

Warner Bros Discovery hat die Tür für eine Übernahme durch Paramount Skydance geöffnet und setzt damit den Rivalen Netflix unter Druck. Das Board erklärte, das auf 31 Dollar je Aktie nachgebesserte Angebot von Paramount könne zu einem besseren Ergebnis führen als die bisher vereinbarte Fusion mit dem Streaming-Marktführer. Zwar sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, man werde die Gespräche mit Paramount jedoch fortsetzen. Netflix hat nun vier Tage Zeit, seine eigene Offerte nachzubessern.

Paramount hatte Warner in der vergangenen Woche mit deutlich verbesserten Konditionen zurück an den Verhandlungstisch geholt. Neben dem höheren Preis je Aktie erhöhte der Konzern die Entschädigungszahlung bei einem Scheitern der kartellrechtlichen Genehmigung auf sieben von zuvor 5,8 Milliarden Dollar. Zudem will Paramount den Warner-Aktionären für jedes Quartal nach dem 30. September, in dem die Übernahme noch nicht abgeschlossen ist, 25 Cent je Aktie zahlen. Sollten Banken Bedenken bei der Finanzierung äußern, will Paramount darüber hinaus mehr Eigenkapital einbringen.

Netflix bietet bislang 27,75 Dollar je Aktie in bar, was Warner Bros mit 82,7 Milliarden Dollar bewertet. Der Streaming-Pionier will allerdings nur die Filmstudios und das Streaming-Geschäft übernehmen. Warner hatte diesen Deal bisher empfohlen und die Aktionärsabstimmung für den 20. März angesetzt.

06:54 UhrKI-Wette beflügelt asiatische Aktienmärkte

Die Hoffnung auf das boomende Geschäft treibt Künstlicher Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte an. Anleger setzen vor allem auf koreanische Chiphersteller, die als sichere Wette auf den KI-Boom gelten. Zudem warten die Investoren auf die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des Chip-Herstellers Nvidia. Der japanische Nikkei-Index legt um 1,9 Prozent auf 58.381,78 Punkte zu. Der südkoreanische Kospi steigt fast 1,7 Prozent und notiert erstmals über der Marke von 6000 Punkten. Der Shanghai Composite gewinnt 1,2 Prozent.

06:38 Uhr“Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen“

Top-Ökonom Michael Hüther hat Bundeskanzler Friedrich Merz vor dessen Gesprächen mit der chinesischen Führung zu klaren Ansagen aufgerufen. „Er sollte adressieren, dass unfaire Handelspraktiken keinen langen Atem haben, sondern Gegenmaßnahmen provozieren. Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen“, sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Friedrich Merz sollte sich in Peking nicht ins Bockshorn jagen lassen, was er vermutlich auch nicht tut.“ Merz trifft heute zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang, bevor er von Staatspräsident Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch empfangen wird.

Hüther sagte der Zeitung: „Herr Merz kann in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf Augenhöhe führen. Deutschland und China sind die beiden großen Gewinner der Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren. Und beide Länder stehen jetzt vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam geht das besser.“ Auf chinesischer Seite nannte der IW-Direktor „die dramatische Alterung der Gesellschaft, die Fehlallokation von Kapital, die Probleme im Immobiliensektor“ sowie „eine Überproduktionskrise“ vor allem bei E-Autos.

06:16 UhrDas ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 155,83 Yen und gibt 0,2 Prozent auf 6,8715 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7730 Franken vor. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,1788 Dollar und zieht leicht auf 0,9114 Franken an.

05:59 UhrDas dicke Ende kommt erst noch …

Zum Wochenstart schenkt der Dax die 25.000er-Marke leichtfertig her. Gestern bewegt er sich dann um die psychologisch wichtige Schwelle herum. Zum Handelsende steht dann ein Miniminus bei einem Stand von 24.986 Punkten. Bestimmte im bisherigen Wochenverlauf die allgemeine Geopolitik und das Zollgebaren von US-Präsident Donald Trump die Stimmung der Anleger, könnten heute Impulse sowohl von der Konjunktur- als auch von der Unternehmensseite kommen.

So stellt sich etwa die Frage: Ist die deutsche Wirtschaft vor der Jahreswende gewachsen? Klarheit bringen die detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes für das vierte Quartal 2025. In einer ersten Schätzung war ein Zuwachs von 0,3 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt ermittelt worden. Die Bundesbank geht davon aus, dass sich die Wirtschaft auch zu Jahresbeginn in der Wachstumsspur gehalten hat, wenngleich mit schwachem Tempo. Laut einer Unternehmensumfrage hat sich jüngst der angeschlagene Industriesektor wieder berappelt, was Hoffnung auf einen Konjunkturfrühling nährt.

Daneben dürfte sich die Verbraucherstimmung hierzulande weiter aufhellen. Ökonomen prognostizieren für das von den Konsumforschern der GFK und des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) erstellte Barometer einen Anstieg – und zwar auf minus 23,1 Punkte im März, nach minus 24,1 Zählern im Februar. Schwindende Inflationsängste hatten die Stimmung der Verbraucher bereits im Februar gehoben. Das Niveau blieb laut den Konsumforschern allerdings niedrig.

Unternehmensseitig blicken die Anleger zunächst auf EON, denn der Energiekonzern legt seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vor. Nach deutlichen Zuwächsen in den ersten neun Monaten wird damit gerechnet, dass auch im Gesamtjahr die Gewinne kräftig gestiegen sind. EON will in den kommenden Jahren Milliardensummen in den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze investieren. EON-Chef Leonhard Birnbaum dürfte einmal mehr die von der Bundesnetzagentur eingeräumten Renditen als zu niedrig kritisieren.

Nach US-Börsenschluss folgt dann der „Hammer des Tages“ oder anders ausgedrückt: das Tageshighlight, heiß erwartet von Analysten und Investoren: die Nvidia-Zahlen. Die Quartalsergebnisse des Chipkonzerns gelten als Stimmungsbarometer für Künstliche Intelligenz (KI). Börsianer erhoffen sich Hinweise darauf, ob der aktuelle Boom dieser Technologie anhält. Befürchtungen, dass sich die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren nicht auszahlen werden, haben in den vergangenen Monaten immer wieder für Unruhe gesorgt. Nvidia hat für das abgelaufene Quartal Erlöse von 63,7 bis 66,3 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.