Frühlingstipp
Die „Allee des Jahres“ – ein Ausflug von Bremen ans Meer
Aktualisiert am 26.02.2026 – 00:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Birken, Eichen und Erlen: Sie prägen das Bild auf dem Weg zum Friedhof im ostfriesischen Leybuchtpolder. (Quelle: Sina Schuldt/dpa)
Es muss nicht immer Küste sein. Wer die Region an der Nordsee erleben möchte, sollte einen Abstecher in einen fast unbekannten Ort machen. Es lohnt sich.
Wer von Bremen Richtung Nordseeküste fährt, sucht meist Strand oder Hafen. Dabei liegt ein besonderes Ziel etwas abseits der klassischen Badeorte: die Allee im Leybuchtpolder im Landkreis Aurich. Sie wurde 2025 zur „Allee des Jahres“ gekürt – ausgezeichnet von der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft für ihre landschaftliche Wirkung und ihren Erhaltungszustand.
Die Allee liegt in einer der jüngsten Kulturlandschaften Niedersachsens. Der Leybuchtpolder wurde erst in den 1950er-Jahren eingedeicht und dem Meer abgerungen. Entstanden ist eine weite, offene Marsch mit langen, geraden Straßenachsen. Genau dort entfaltet die Allee ihre Wirkung: Eine klare Baumreihe strukturiert die flache Landschaft, bietet Windschutz und setzt einen markanten Kontrast zum offenen Himmel über der Küste.
Charakteristisch sind die gleichmäßig gepflanzten Bäume, die die Strecke wie ein grünes Dach überspannen. Je nach Jahreszeit verändert sich das Bild deutlich: frisches Grün im Frühjahr, dichtes Blätterdach im Sommer, goldene Töne im Herbst. Durch die Lage im Küstenraum spielt auch das Licht eine besondere Rolle – weite Horizonte, schnelle Wolken, kräftiger Wind.
Von Bremen aus sind es rund 130 Kilometer. Mit dem Auto führt der schnellste Weg über die A28 Richtung Oldenburg, weiter über die A31 bis Emden und dann über Landstraßen Richtung Norden und Leybuchtpolder.
Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten. Alternativ ist eine Anreise mit der Bahn bis Norden oder Emden möglich, von dort weiter per Bus oder Fahrrad. Gerade für Radfahrer bietet die Region gut ausgebaute Strecken durch die Marsch.
