Ein ICE fährt auf einer Bahnstrecke. Eine Frau zog die Notbremse.

Stand: 26.02.2026 08:44 Uhr

In einem ICE von Hannover nach Berlin hat eine 35-jährige Frau einen Zugbegleiter angegriffen. Auslöser war ein falsches Ticket der Frau. Der Zugbegleiter wurde verletzt, der ICE konnte nicht weiterfahren.

Nach Angaben der Bundespolizei händigte die 35-Jährige bei einer Fahrkartenkontrolle im ICE zwischen Hannover und Berlin am Dienstagmorgen ein „Quer-durchs-Land-Ticket“ aus. Der Zugbegleiter wies sie darauf hin, dass das Ticket im Fernverkehr nicht gilt, erklärte ihr die Situation und stellte eine Fahrpreisnacherhebung aus. Zudem suchte er ihr eine Alternativroute mit Regionalzügen ab Wolfsburg in Richtung Berlin heraus. Demnach sollte sie den Zug in Wolfsburg verlassen. Statt die Anweisung zu befolgen, schlug die Frau laut Polizei auf den Zugbegleiter ein. Sie traf ihn an der rechten Körperseite und beschädigte durch Festhalten und Ziehen seine Dienstjacke.

Bundespolizei greift ein

Über die Notfallleitstelle der Bahn in Leipzig wurde die Bundespolizei um 8.45 Uhr informiert und um Unterstützung gebeten. Die Beamten warteten am Hauptbahnhof Stendal auf die Ankunft des betroffenen ICE. Sie nahmen die Personalien der Frau auf und brachten die Tatverdächtige zum nahegelegenen Revier. Der Zugbegleiter klagte über Bauchschmerzen und musste den Dienst abbrechen. Eine Behandlung durch Sanitäter lehnte er jedoch ab.

Etwa 100 Reisende betroffen

Da es laut Polizei keinen Ersatz für den Zugbegleiter gab, mussten die rund 100 Passagiere den ICE verlassen. 45 Minuten später konnten sie mit einem anderen Zug weiterfahren. Gegen die 35-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs, Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.02.2026 | 18:00 Uhr

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