Wegner begrüßte bei einer Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus, dass es weitere Gespräche zur künftigen Ausrichtung der Berlinale geben soll. „Die Berlinale ist auch ein politisches Festival, das war sie schon immer“, sagte der CDU-Politiker. „Aber für mich ist sehr, sehr klar, dass Antisemitismus, Israel- und Judenhass keine politische Meinung ist. Antisemitismus, Israelfeindlichkeit und Judenhass sind inakzeptabel“, betonte Wegner. „Und unsere Bühnen der Berlinale dürfen für solche Propaganda nicht genutzt werden.“

Ihn ärgere, dass über viele positive Aspekte der Berlinale nicht mehr gesprochen werde, weil einige Filmschaffende das Festival für Antisemitismus, Judenhass und Israelfeindlichkeit nutzten. „Damit schaden diese Filmschaffenden unserer Berlinale.“

Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein sieht die aktuelle Debatte nach eigenen Worten mit Sorge. „Wir erleben eine zunehmende Instrumentalisierung von Kunst- und Kulturveranstaltungen, die dazu führt, dass leider allzu häufig nicht mehr Filme und Kunst im Mittelpunkt stehen“, sagte Klein. „Die künstlerischen Inhalte werden überlagert durch ideologisch aufgeladene Debatten, die eher polarisieren denn offenen Diskurs fördern.“