Der Berliner Choreograph Tom Schilling ist gestorben. Das teilten die Komische Oper Berlin und seine Kollegin Arila Siegert der dpa mit. Schilling starb bereits am 16. Januar – wenige Tage vor seinem 98. Geburtstag. Er habe jedoch verfügt, dass sein Tod erst nach seiner Beisetzung bekanntgegeben werden dürfe, so Siegert, die als Solotänzerin mit Schilling gearbeitet hatte. Seine Urne wurde am Donnerstag beigesetzt.
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Schilling war in Thüringen geboren worden. Nach einem Studium an der Opern-Ballett-Schule in Dessau begann er seine Tänzerlaufbahn an Häusern in Dresden, Leipzig und Weimar.
1956 wurde er Ballett-Direktor und Chef-Choreograph der Dresdner Staatsoper. 1964 übernahm er die gleiche Aufgabe an der Komischen Oper Berlin, wo er ein Tanztheater aufbaute. 1993 ging er in den Ruhestand.
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Als langjähriger Chef-Choreograph der Komischen Oper wurde Schilling auch mit dem Deutschen Tanzpreis 1996 ausgezeichnet. Mit seinen Balletten habe er das Bild des künstlerischen Bühnentanzes in der ehemaligen DDR geprägt, hieß es. (dpa)