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Dieses Versprechen ist Balsam für unsere Seele: „Der Frühling ist da, und er bleibt auch erst einmal“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung zu BILD. Die neue Woche wird ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Doch das Wetter bringt auch Pollenflug mit sich.
Laut Jung ist die Temperatur der Jahreszeit sechs Wochen voraus. Die erste Märzwoche wird meist trocken, sonnig und alles andere als kalt.
Der Wetterexperte zu BILD: „Alles, was kann, bricht jetzt aus dem Boden heraus, Erle und Hasel explodieren quasi. Das bedeutet erhöhten Pollenflug!“ Laut Pollenflug-Gefahrenindex ist die Belastung der Luft mit Erlen-Pollen am Montag in weiten Teilen Deutschlands hoch, insbesondere im Südwesten. Für Hasel sieht es ähnlich aus, mit Schwerpunkt in Norddeutschland. Hasel erreicht bereits Spitzenkonzentrationen.
Was der Pollenflug für Allergiker bedeutet
Bei Allergikern machen sich bereits Symptome von Heuschnupfen bemerkbar. Dazu können eine laufende oder verstopfte Nase zählen, Niesen, tränende Augen, teilweise mit Entzündung. Auch ein gereizter Gaumen ist möglich.

Diese Erle blüht aktuell bei Köln
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Wenn das Wetter weiter so Vollgas gibt, sind auch die eigentlich viel später auftretenden Pollen früher dran: Eiben-Pollen reisen mit der Luftströmung sogar bis in den äußersten Norden und Nordosten, wo an den Beginn der Eibenblüte noch lange nicht zu denken ist. Auch Pappel, Ulme und Zypressengewächse sind laut Pollenstiftung im Kommen.
So wird das Wetter in der neuen Woche
In den kommenden Tagen erwarten den Süden und Westen Deutschlands 18 bis 19 Grad Celsius. Wetterexperte Jung: „Im Norden und Osten sind es 10 bis 13 Grad, aber in der Sonne gefühlt natürlich deutlich mehr.“ Einzig im Donaubereich und überhaupt an Flüssen kann es länger dauern, bis die Sonne durch den Nebel kommt. Jung verspricht: „Eine Woche super Frühlingswetter für ganz Deutschland!“
Auch Klimatologe Dr. Karsten Brandt sagt zu BILD: „Die nächsten zehn, zwölf Tage sieht alles nach Frühling aus, mit einem leichten West-Ost-Gefälle. In Köln, Mainz, Freiburg werden es bis zu 19 Grad, in Berlin, Dresden oder Leipzig ein wenig kühler. Das Wochenende wird dann wieder wärmer.“ Sein Tipp: „Sonnenbrille nicht vergessen und in der Mittagspause raus ins Freie!“

Die Wetterkarte zeigt die Temperaturen in Deutschland am Montag
Foto: https:/wetter.bild.de/
Deshalb wird das Wetter so warm
Verantwortlich für das warme Wetter ist laut Sebastian Schappert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) Hoch „Iackl“. Nachts wird es aber doch noch frischer: „In der Nacht zu Mittwoch kann es im Süden und Südosten sowie im äußersten Norden lokal leichten Frost geben. Die Temperaturen sinken auf plus 4 bis 0 Grad. Tagsüber wird es aber wieder heiter.“ Er sieht für den Norden die besten Tage am Wochenanfang: 13 bis 16 Grad Celsius, sehr mild.
Meteorologe Schappert zu BILD: „Im Westen gibt es im Verlauf der Woche viel Sonne, bei zunehmender Nebelneigung in den Nächten und am Vormittag. Nur am Mittwoch wird es vorübergehend wolkig, aber sehr mild bei 14 bis nahe 20 Grad.“ Ab Freitag kann es dort auch regnen. Im Süden wird es bis zur Wochenmitte fast uneingeschränkt schön (bis 20 Grad), der Osten wird zum nächsten Wochenende etwas kühler (bis 13 Grad).
Experten in diesem Text
Dominik Jung (Geschäftsführer bei Q-met) ist Diplom-Meteorologe und Klimaexperte beim Online-Portal und der App wetter.net. Er betreibt einen YouTube-Kanal, auf dem er täglich das aktuelle Wetter vorstellt.
Dr. Karsten Brandt promovierte an der Universität Duisburg-Essen im Bereich der Klimatologie zum Doktor der Naturwissenschaften. Er verfasste mehrere Bücher zum Thema Wetter und ist außerdem Gründer und Geschäftsführer des Portals Donnerwetter.de.
Sebastian Schappert studierte Meteorologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und ist seit 11 Jahren Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Bei Köln genießen Reiter den Frühling in den Rheinwiesen
Foto: Henning Kaiser/dpa
Es drohen Sonnenbrand und Zecken
Das schöne Wetter zum Frühlingsanfang hat neben Pollen aber auch noch andere Nachteile. Laut Brandt geht im Rheintal die Mandelblüte schon los. Weitere Pflanzen werden bei dieser Wetterlage folgen: „Sieht schön aus, aber ist gefährlich. Wir werden mit Sicherheit noch einmal Spätfrost kriegen.“ Außerdem sind schon jetzt Zecken aktiv, und es droht der erste Sonnenbrand. Jung: „Der UV-Index liegt bei 2 bis 3, in den Alpen sogar bei 4. Sonnencreme nicht vergessen!“