Unruhe nach erneutem Absturz

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Der 1. FC Magdeburg setzt trotz der sportlichen Krise und der damit verbundenen Unruhe im Verein weiter auf Petrik Sander. „Es gibt keine Trainerdiskussion“, stellte Sportchef Otmar Schork am Montag klar. Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen ist der FCM zurück auf einen Abstiegsplatz gefallen. Mit 23 Punkten aus 24 Spielen sind die Elbstädter gleichauf mit Schlusslicht Greuther Fürth.
Sander hatte beim FCM im Oktober zunächst interimsmäßig die Nachfolge des glücklosen Markus Fiedler angetreten und war nach sieben Zählern aus vier Spielen zum Chefcoach befördert worden. Mit 13 weiteren Punkten führte er die abgeschlagenen Magdeburger zunächst aus der gefährdeten Zone, nun gerät die Entwicklung aber ins Stocken.
„Wir haben vollstes Vertrauen in unser Team rund um Petrik Sander und Pascal Ibold. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft funktioniert, was sich auch im Zuge der Hinrunden-Spiele gezeigt hat, als wir zehn Punkte aus den letzten vier Partien geholt haben. Diese Phase war kein Zufall, sondern das Ergebnis einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Gerade jetzt benötigen wir mehr denn je den Zusammenhalt aller, was uns auch in den Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 stark gemacht hat – trotz einer 0:7-Niederlage gegen den KSC sind wir auch damals wieder aufgestanden“, fügte Schork an. Am kommenden Freitag (18:30 Uhr) geht es für die Magdeburger beim Aufstiegsaspiranten SV Elversberg weiter.
„Nach unserem Sieg bei Greuther Fürth mussten wir zuletzt drei schmerzliche Niederlagen in Folge hinnehmen – gegen Bielefeld, Schalke 04 und den Karlsruher SC. Auch diese Ergebnisse haben uns in die aktuelle tabellarische Situation gebracht, in der wir nun auf den vorletzten Platz abgerutscht sind. Insbesondere die Vielzahl an Gegentoren bereitet uns dabei Sorgen – hier müssen wir den Hebel ansetzen und unsere Inhalte verbessern“, erklärte Schork. Mit 47 Gegentreffern stellt der FCM die zweitschlechteste Abwehr der Liga, in der Rückrunde kassierte kein Team mehr Tore.
Die Offensive hat sich hingegen nicht zuletzt durch den von einer Verletzung zurückgekehrten Mateusz Zukowski (24) deutlich verbessert. 14 Treffer gelangen dem FCM im neuen Jahr, nur der Tabellendritte SV Darmstadt 98 (16) war noch gefährlicher. „Die Liga ist enorm ausgeglichen, auch zeigt die Tabelle die geringen Punktabstände, wo derzeit acht Mannschaften dicht beieinander liegen, sodass sich durch ein bis zwei Siege die Situation schnell wieder anders gestaltet“, zeigte sich Schork optimistisch.
Die Unruhe im Umfeld der Magdeburger nimmt aber nicht ab. „Die gesamtsportliche Verantwortung liegt in meinen Händen. Es gehört daher auch in schwierigen Phasen dazu, damit umzugehen. So werden durch die Medienlandschaft auch Einzelpersonen – je nach sportlicher Situation – herausgepickt und entsprechend gehypt oder verdammt“, rechtfertige sich der Sportchef. Der Verein kritisierte im Anschluss einen Bericht der „Volksstimme“ aus dem Februar, demzufolge Abwehrchef Jean Hugonet (26) seinen Traum von der Bundesliga verfolgen und den FCM im Sommer ablösefrei verlassen will.
1. FC Magdeburg weist Spekulationen um Hugonet zurück
Es seien „unwahre Behauptungen verbreitet“ worden, teilte der Klub mit. Hugonet habe sich zu keinem Zeitpunkt in Mailand aufgehalten, um das San Siro zu besuchen. Private Stadionbesuche in Städten wie Berlin, Leipzig, Wolfsburg, Hannover oder Zwickau würden zudem in keinem Zusammenhang mit Transfergerüchten oder Wechselabsichten stehen. Außerdem habe Hugonet noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Der Franzose habe sich zu den aufgestellten Behauptungen nie geäußert und es gebe bis zum jetzigen Zeitpunkt keinen Wechselwunsch des Spielers, auch keine Initiative dafür und keine Anfragen anderer Vereine.
„Mit Nachdruck weisen wir die jüngst verbreiteten Aussagen entschieden zurück. Es ist in keiner Weise akzeptabel, dass unser Spieler durch haltlose und spekulative Behauptungen in Misskredit gebracht wird. Die entsprechenden Aussagen sind spekulativ und entbehren jeder faktischen Grundlage. Der 1. FC Magdeburg distanziert sich ausdrücklich von derartigen Mutmaßungen rund um seinen Spieler Jean Hugonet“, hieß es weiter.
