Die „römerlose“ Zeit sollte in Augsburg bald vorbei sein: Eine Landesausstellung hätte interessierten Bürgerinnen und Bürgern 2029 einige besondere Funde aus der Stadt präsentiert, bis die Stadt dann 2032 endlich wieder ein richtiges Römermuseum bekommen sollte. Doch aus diesem „Zwischenschritt“ wird nichts: Der Freistaat hat die geplante Landesausstellung verschoben. Es wird sie erst geben, wenn der Neubau im Domviertel steht.
Nach all den Jahren ohne ein richtiges Römermuseum ist das zwar eine wenig erfreuliche Nachricht. Für die Stadt Augsburg ändert sich nach aktuellem Stand aber nicht viel: Der Freistaat will sie beim Bau des neuen Römermuseums weiterhin finanziell unterstützen. Auf diese Zusage von Ministerpräsident Markus Söder, die er vergangenes Jahr nach einer Kabinettssitzung in Augsburg verkündete, wird sich hoffentlich nichts ändern. Und auch wenn sie erst drei Jahre später kommt, trägt die Landesausstellung doch jetzt schon dazu bei, dass wertvolle Funde aus Augsburg restauriert werden, um sie später dort zu zeigen.
Fatal wäre, wenn sich auch der Neubau des Römermuseums in Augsburg verschieben würde
Fatal wäre dagegen, wenn sich auch der Neubau des Römischen Museums verschieben würde. Bis auf die Zusage und Kostenberechnungen seitens der Stadt ist es zuletzt wieder ruhig geworden um das Millionenprojekt. Die schwarz-grüne Stadtregierung durfte die Förderzusage des Freistaats rechtzeitig zum Wahlkampf präsentieren. Wer auch immer danach die Mehrheit hat, muss darum kämpfen, dass der Neubau wie angekündigt kommt, damit Augsburg nicht dauerhaft „römerlos“ bleibt.
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Nicole Prestle
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