04. März 2026 – Lena Kellermann
Verkehrs-Kai hat die Autobahnmeisterei Braunschweig-Hafen beim Entfernen von Schlaglöchern auf unseren niedersächsischen Autobahnen begleitet.
Stellt euch vor, ihr steht auf einer riesigen Baustelle mitten auf der Autobahn: der Lärm ist ohrenbetäubend, Fahrzeuge rasen mit atemberaubender Geschwindigkeit an euch vorbei und die Gefahr ist zum Greifen nah.
Genau das hat Verkehrs-Kai hautnah erlebt, als er vor Ort war, um die Schlagloch-Situation auf den Niedersächsischen Straßen zu begutachten. Diese unliebsamen Löcher in der Fahrbahn sind nicht nur eine gefährlich, sondern auch ein großes Ärgernis für uns als Verkehrsteilnehmer.
Die Autobahnmeisterei Braunschweig-Hafen, bei der Verkehrs-Kai heute dabei sein durfte, ist insgesamt für einen ca. 152 Kilometer langen Autobahn-Abschnitt zuständig. Frau Gurbet Cakil, Leiterin der Autobahnmeisterei Braunschweig, erklärt: „Wenn wir vom Streckenwart 16 Schlaglöcher auf einer Strecke von 76 Kilometern gemeldet bekommen, dann sind wir gut dabei, wenn wir pro Tag fünf davon flicken konnten“.

Das Team der Autobahnmeisterei Braunschweig-Hafen (Quelle Antenne Niedersachsen)
Verkehrs-Kai war dabei, als an der A2 bei Rennau mit heißem Asphalt gearbeitet wurde. Bei etwa 160 bis 180 Grad wird er geschmolzen und in schmale Fugen gegossen. Das Material muss anschließend mehrere Stunden auskühlen, bis die Fahrspur wieder freigegeben werden kann. „Das hat sonst der erste Laster am Reifen und die ganze Arbeit war umsonst!“, erklärt Gurbet. An der A2 bei Helmstedt wurde das Schlagloch mit einer anderen Methode gefüllt: Hier wurden die Schlaglöcher mit dem sogenannten „schwarzen Kaugummi“ verfüllt – einer grobkörnigen Granulat Masse, die ohne Hitze direkt in die Schadstelle gefüllt und mit einer Rüttelplatte verdichtet wird. Diese Ausbesserungen sind unmittelbar danach wieder belastbar, die gesperrten Spuren werden also direkt nach den Arbeiten wieder freigegeben.
Bis Ende März gibt es für die Teams noch viel zu tun, danach herrscht vermutlich etwas mehr Ruhe – bis das nächste Schlagloch entsteht.
Mit unserer Aktion „Niedersachsens Schlaglöcher: Ihr meldet’s – wir schlagen zurück!“ wollen wir gemeinsam mit euch etwas gegen die Schlaglöcher auf unseren Straßen tun. Viele von euch haben uns bereits auf gefährliche Stellen hingewiesen – und genau diese Infos bringen wir direkt zu den Straßenbehörden.