
Der Fall kam ans Licht, als tschechische Sicherheitskräfte ein Konto auf einer pornografischen Dating-Website überwachten, auf der Bilder von Kindern ausgetauscht wurden. Unter den Fotos entdeckten sie, dass einige der Beteiligten Spielerinnen der slowakischen Frauenfußballnationalmannschaft waren.
Es wurde eine Untersuchung eingeleitet und Trainer Petr Vlachovsky verhaftet. Er gestand, seine Spieler vier Jahre lang heimlich beim Duschen und Umziehen gefilmt zu haben. Laut der Zeitung „Seznam Zpravy“ wurde Petr Vlachovsky im Februar vor Gericht gestellt, die Verhandlung fand jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Trainer erhielt eine dreijährige Bewährungsstrafe, ein fünfjähriges Trainerverbot und musste jedem Opfer 20.000 Kronen (etwa 25 Millionen Vietnamesische Dong) Entschädigung zahlen.
Dieses Urteil wird als zu milde angesehen. Der tschechische Fußballverband und die Weltfußballervereinigung FIFPro haben sich eingeschaltet und ein härteres Urteil gefordert.
In ihrer jüngsten Stellungnahme argumentierte die Präsidentin des tschechischen Fußballverbands, Vochoska Haindlova, dass die Strafe unverhältnismäßig sei und forderte ein lebenslanges Trainerverbot für Petr Vlachovsky. „Wir haben einen direkten Antrag an die FIFA gestellt. Gemäß den FIFA-Regularien und -Regeln sollte dieser Trainer lebenslang vom Fußball ausgeschlossen werden“, sagte sie.
„Der tschechische Fußballverband sollte alle ähnlichen Straftäter mit einer lebenslangen Sperre belegen. Derzeit ist das nicht möglich; die Disziplinarbestimmungen müssen überarbeitet werden.“

Trainer Petr Vlachovsky
Auch FIFPRO reagierte scharf. Die Organisation gab eine Erklärung ab, in der es hieß: „FIFPRO prüft mögliche rechtliche Schritte zugunsten der Spieler, um eine weltweite Sperre zu erreichen.“
Die betroffenen Spielerinnen waren enttäuscht, da sie eine öffentliche Verhandlung beantragt hatten, diese aber letztendlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Der Richter begründete dies mit dem Schutz der Opfer, was die meisten Spielerinnen jedoch bezweifelten. „Wie kann jemand, der an Kinderpornografie-Verbrechen beteiligt war, nach fünf Jahren (der Zeit bis zum Ende seiner Haftstrafe) erneut dasselbe tun? Das Gericht hat sich lächerlich gemacht“, sagte Jana Zufánková, eine ehemalige Stürmerin von Slavia Prag.
Petr Vlachovsky ist seit 2022 Trainer der Frauen-Nationalmannschaft von Slovacko. In dieser Zeit führte er den Verein konstant zu guten Ergebnissen. Sie vertraten Tschechien wiederholt in den Qualifikationsrunden der Champions League. In der Saison 2025/26 spielte Slovacko in der Qualifikation zur Europa League, schied dort aber gegen Eintracht Frankfurt aus.
Quelle: https://tienphong.vn/hlv-doi-bong-europa-league-dinh-an-tu-vi-len-quay-canh-hoc-tro-tam-post1825026.tpo