Frankreich verlegt zur Unterstützung seiner Verbündeten im Nahost-Konflikt rund ein Dutzend Kriegsschiffe ins Mittelmeer und das Rote Meer. Zu dem Verband gehöre auch der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, sagt Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch auf Zypern. „Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen“, betont er. Ziel des Einsatzes sei eine rein defensive Haltung, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Macron stellt zudem in Aussicht, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren, sobald die intensivste Phase des Konflikts vorüber ist.
Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven Frankreichs wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. „Soweit sind wir noch nicht“, sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder. „Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren – die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen.“
Die Verhandlungen über den Plan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Gaza-Kriegs liegen Insidern zufolge auf Eis. Grund sei der gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran und der dadurch ausgelöste breitere Nahost-Krieg, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Unterredungen ruhen seit vergangener Woche.
Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die Hamas im Gegenzug für eine Amnestie die Waffen niederlegt. Ein Hamas-Vertreter bestätigt, dass die Gespräche eingefroren sind. Ein Vertreter der US-Regierung erklärt dagegen, die Arbeit an dem Plan gehe weiter, auch wenn die Reisemöglichkeiten in der Region beeinträchtigt seien.
Zum zweiten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs hat die Nato nach Angaben der Türkei eine ballistische Rakete aus dem Iran im türkischen Luftraum abgefangen. Das Geschoss sei von der Luft- und Raketenabwehr der Nato im östlichen Mittelmeerraum „neutralisiert“ worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Ankara am Montag. Raketensplitter seien auf offenem Gelände in der an Syrien angrenzenden türkischen Region Gaziantep niedergegangen. Verletzt wurde demnach niemand.