
AUDIO: Hoher Krankheitsstand: Lehrkräfte fehlen häufig lange (1 Min)
Stand: 10.03.2026 06:05 Uhr
In Hamburg sind offenbar immer mehr Lehrerinnen und Lehrer länger als 30 Tage krank. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine kleine Anfrage der CDU hervor.
Mehr als 335.000 Fehltage gab es insgesamt bei Lehrkräften an Hamburger Schulen im Schuljahr 2024/2025. Das sind etwa zwei Prozent mehr als im Jahr davor.
Deutlich häufiger sind Lehrkräfte langzeiterkrankt
Auffällig jedoch ist: Wenn Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen, Gymnasien oder Sonderschulen krankgeschrieben sind, dann sehr häufig länger als 30 Tage. Der Anteil der Langzeiterkrankungen an den Fehltagen ist in den vergangenen drei Schuljahren an Grundschulen von 27 auf 29 Prozent gestiegen, an Gymnasien von 24 auf 29 Prozent und an Sonderschulen von 28 auf 34 Prozent.
Gründe sind nicht bekannt
Die Ursachen dafür sind dem Senat nicht bekannt. „Die Entwicklung von krankheitsbedingten Fehlzeiten unterliegt vielen Faktoren“, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage. „Die Beschäftigten informieren die Arbeitgeberin nicht über die jeweiligen Gründe der Erkrankungen und müssen dies auch nicht tun. Dennoch ist davon auszugehen, dass Atemwegserkrankungen, psychische Belastungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen zu den häufigsten Erkrankungen gehören.“
CDU fordert strukturelle Entlastung
Der deutliche Anstieg sei ein Warnsignal, sagt Birgit Stöver, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Der Erhalt und die Förderung der Lehrergesundheit seien ihres Erachtens eine Kernaufgabe der Schulbehörde: „Wer Unterrichtsausfall dauerhaft reduzieren will, muss die Ursachen langfristiger Erkrankungen ernst nehmen und strukturelle Entlastung schaffen.“

Künftig soll es etwas weniger Prüfungen geben. Die Änderungen sollen möglichst kommendes Schuljahr starten.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.03.2026 | 09:00 Uhr
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