Newsblog zur US-Politik
Schüsse auf US-Konsulat in Toronto
Aktualisiert am 10.03.2026 – 19:33 UhrLesedauer: 20 Min.
Das amerikanische Konsulat in Toronto. (Quelle: IMAGO/Mert Alper Dervis/imago)
In Kanada fallen Schüsse am US-Konsulat in Toronto. Trump erneuert seine Drohungen an Kuba. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Auf das US-Konsulat im kanadischen Toronto sind Schüsse abgegeben worden. Zwei Männer hätten sich am Dienstagmorgen dem stark gesicherten Gebäude in einem Fahrzeug genähert, seien ausgestiegen und hätten auf das Gebäude geschossen, sagte Torontos stellvertretender Polizeichef Frank Barredo. Zu dem Zeitpunkt hätten sich Menschen in dem Gebäude befunden. Niemand sei verletzt worden.
Die kanadische Bundespolizei sprach von einem „Vorfall der nationalen Sicherheit“. Ob es sich um einen terroristischen Anschlag gehandelt habe, müsse bei den Ermittlungen geklärt werden. Die Sicherheitsmaßnahmen an den Vertretungen der USA und Israels in Toronto und der kanadischen Hauptstadt Ottawa würden verschärft.
Am Wochenende hatte es vor dem Konsulatsgebäude in Toronto Proteste gegen die Angriffe der USA und Israels auf den Iran gegeben. Zudem wurden in den vergangenen Tagen drei Synagogen im Raum Toronto von Schüssen getroffen; dabei gab es keine Verletzten.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat das Urteil über die unrechtmäßige Kündigung Hunderter Journalisten beim US-Auslandssender Voice of America (VOA) begrüßt. „Das Urteil bestätigt, was wir bereits wussten, als wir diese Klage vor fast einem Jahr eingereicht haben: Kari Lake und die Trump-Regierung haben mit der Entlassung der VOA-Mitarbeitenden rechtswidrig gehandelt“, sagte der Leiter des US-Büros von Reporter ohne Grenzen, Clayton Weimers. Der Fall zeige, wie wichtig es sei, für die Pressefreiheit zu kämpfen.
US-Präsident Donald-Trump setzte Lake in seiner zweiten Amtszeit als Chefin der Muttergesellschaft des staatlich finanzierten Senders, der US-Agentur für globale Medien (USAGM), ein. Dort hatte sie die Entlassungen Ende des vergangenen Augusts angekündigt. Betroffen gewesen wären laut Gerichtsangaben über 500 Beschäftigte.
Ein Richter durchkreuzte nun die Pläne und begründete das mit der rechtswidrigen Berufung von Lake. Lake war ohne Zustimmung des Senats ins Amt gekommen – ein Weg, der nur in wenigen Ausnahmen zulässig ist, etwa wenn es sich um einen Beamten mit Erfahrung in leitender Position handelt. Keine der Ausnahmen treffe allerdings im vorliegenden Fall zu, befand das Gericht. Die von Lake ergriffenen Amtshandlungen seien damit hinfällig.
