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Sven Mislintat (53) feilt aktuell ganz eifrig am Fortuna-Kader für die nächste Saison – aber auch an seiner eigenen Büro-Mannschaft. Ein offener Posten des Managers und Sportvorstands ist nach wie vor die Nachfolge von Ex-Sportdirektor Christian Weber (42).

Klar ist bisher, dass Mislintat keinen neuen Sportdirektor holt, sondern eine Umstrukturierung mit zwei, drei neue Positionen vornehmen wird, mit denen er das Düsseldorf-Team der Zukunft baut. Und nun ist eine weitere Planstelle dazu gekommen, durch die der Nachfolger von Klaus Allofs (69) eine ganz wichtige Abteilung nach seinen Vorstellungen gestalten kann.
Am Mittwoch hat der 1. FC Köln mitgeteilt, dass er Tobias Vierkötter (29) zurückgeholt hat. Der Weber-Kumpel war erst 2024 aus der Domstadt nach Düsseldorf ins Scouting gewechselt, zum 1. Januar 2026 wurde er zum Leiter der Abteilung befördert. Kurz danach gab es aber die Kündigung, weil sein Ex- und Heimat-Klub Köln ihn zurückholen wollte.

Mislintat und Vierkötter wollten Olivier-Deal eintüten

Fortuna Düsseldorf war chancenlos, aber nach BILD-Informationen auch irritiert über einige Vorgänge. So soll sich Vierkötter nach kurzer Zeit schon über eine angeblich fehlende Wertschätzung von Mislintat beklagt haben – ohne jedoch selbst aktiv das Gespräch mit ihm zu suchen. Dabei hatten beide in den ersten Wochen des Managers bereits ein gemeinsames Transfer-Ziel auserkoren. Die Idee, Christopher Olivier (20) von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart zu verpflichten, kam von Vierkötter und seinem Team. Im Winter ist es nicht zum Deal gekommen, Mislintat würde ihn aber gerne im Sommer nachholen – ohne Vierkötter.

Fortuna würde Stuttgart-Talent Christopher Oliver (20) gerne nach Düsseldorf holen.

Fortuna würde Stuttgart-Talent Christopher Oliver (20) gerne nach Düsseldorf holen.

Foto: picture alliance/Pressefoto Rudel

Der Manager muss jetzt sein Team bauen, um den Fortuna-Kader für die Zukunft zu bauen. Noch ist das aber kaum möglich, denn auch dafür braucht es erst Gewissheit, dass der Klub auch im nächsten Jahr in der 2. Liga spielt. Sobald die Rettung geschafft ist, wird Mislintat nicht nur über Spielerverträge entscheiden, sondern auch über die Personalien im Scouting und ehemaligen Sportdirektion. Der Umbruch, den der Ex-Dortmunder in Düsseldorf bewältigen muss, geht weit über die Kabine hinaus.