
AUDIO: HSV Hamburg feiert Auswärtssieg in Hannover (1 Min)
Handball-Bundesliga
Stand: 13.03.2026 20:58 Uhr
Nach sieben Auswärtsniederlagen in der Handball-Bundesliga in Folge hat sich der HSV Hamburg am Freitagabend mit 37:35 (18:18) im Nordduell bei der TSV Hannover-Burgdorf durchgesetzt.
Damit konnten sich die Hamburger in der Tabelle direkt hinter die Hannoveraner auf Rang zehn schieben. Für die „Recken“ war es hingegen die vierte Liga-Niederlage in Folge. Ein überragend aufgelegter Nicolaj Jörgensen mit 14 Treffern hatte maßgeblichen Anteil am Auswärtserfolg des HSVH – gegen die TSV, die vor allem in der Defensive nicht zur nötigen Stabilität fand.
Aufgrund der Länderspielpause geht es für beide Teams erst in zwei Wochen weiter. Dann empfängt der HSV Hamburg den Bergischen HC (26. März, 19 Uhr), die „Recken“ müssen beim VfL Gummersbach ran (28. März, 20 Uhr – beide Spiele im NDR Livecenter).
Von Beginn an schnelles, enges Spiel
Den Torreigen in der ausverkauften Halle eröffnete Hannovers Kreisläufer Justus Fischer (zehn Tore), nach dessen Führungstreffer sich eine wilde Anfangsphase mit vielen Treffern entwickelte. Zu keiner Zeit jedoch konnte sich eine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Es entwickelte sich ein enges, offensives Match.
Wann immer es mit Tempo nach vorne ging, spielte Hannover seine Angriffe konsequent aus, im Positionsspiel hingegen machte das Team von Trainer Juan Carlos Pastor zu viele Fehler. Und auch die Gäste nutzten in der ersten Hälfte vor allem schnelle Gegenstöße, um zum Ausgleich zu kommen. In der 16. Minute gingen sie durch Linksaußen Kaj Geenen schließlich das erste Mal in Führung (9:8).
Und auch wenn das Momentum anschließend immer mal wieder in Richtung „Recken“ zu kippen drohte, etwa als Fischer gleich zweimal hintereinander aus der eigenen Hälfte ins leere Tor traf, ließ sich der HSVH nicht aus dem Konzept bringen und war oft in Person seines stärksten Werfers Jörgensen zur Stelle. Mit 18:18 und einer Wurfquote von 75 Prozent auf beiden Seiten ging es in die Pause.
HSVH setzt sich in der zweiten Hälfte entscheidend ab
Die zweite Hälfte startete etwas ruhiger: Erst nach knapp drei Minuten fiel das erste Tor – wieder erzielt durch Jörgensen. Das Spiel indes blieb weiter offen, was nicht zuletzt an einer durchwachsenen Vorstellung beider Abwehrreihen lag. In der 41. Minute konnten sich die Hamburger dann ein zweites Mal einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswerfen.
Den Vorsprung ließen sich die Gäste zunächst nicht nehmen. Erneut Geenen erhöhte in der 46. Minute sogar sehenswert auf drei Tore Vorsprung. Selbst eine Zwei-Mann-Unterzahl nach Zeitstrafen gegen Elias Kofler und Einar Olafsson konten die „Recken“ eine Viertelstunde vor Schluss nicht nutzen, um wieder ranzukommen. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch der eingewechselte HSVH-Keeper Mohamed El-Tayar, der drei der ersten vier Würfe auf sein Tor halten konnte.
In einer hochspannenden Schlussphase verkürzte Hannover schließlich durch Tore von Marian Michalczik, Jonathan Edvardsson, Renars Uscins und Marius Steinhauser von 26:30 auf 31:32 – die Partie war wieder offen, auch dank der individuellen Qualität in Reihen der „Recken“. Bis wenige Sekunden vor dem Ende blieb die Partie offen, der Ausgleich blieb den Gastgebern allerdings verwehrt.

European League
Der Gruppensieg und der direkte Einzug der „Recken“ ins Viertelfinale hatte schon zuvor festgestanden. Dort könnte es gegen Titelverteidiger Flensburg gehen.