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Berlin – ⁠Der kriselnde Fernverkehr der Deutschen Bahn hat dem Konzern im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust ⁠eingebracht. Die andauernde Unpünktlichkeit von ICE und IC ‌infolge vor ​allem der Streckensanierungen ‌hätte zu einer Abschreibung ​von 1,4 Milliarden Euro auf den Wert der Sparte gezwungen, ​sagten mit den Zahlen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Unterm Strich ​liegt das Minus für 2025 so bei ‌insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Im Vorjahr war die Bahn mit knapp 1,8 Mrd. Euro in den roten Zahlen.

Dabei konnte die Bahn 2025 im operativen Geschäft, ⁠dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Sondereffekten (Ebit), mit ‌einem Plus von 300 Millionen Euro sogar besser abschneiden ‌als zuletzt erwartet. Nach Planungen von Ende ‌des vergangenen Jahres war ⁠nur ⁠mit einer leicht schwarzen Zahl gerechnet worden. Die ‌Ergebniszahlen beziehen sich ​auf die fortgeführten Geschäftsbereiche nach dem Verkauf der Logistik-Sparte ​Schenker.

Keine guten Nachrichten für Konzernchefin Evelyn Palla (53)

Keine guten Nachrichten für Konzernchefin Evelyn Palla (53)

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Bahn kämpft seit Jahren mit einer störanfälligen Infrastruktur. Bund und Bahn wollen daher bis 2036 mehr als 40 vielbefahrene Strecken grundlegend sanieren, um das Netz nach und nach zu ertüchtigen. Die Abschnitte werden in der Regel über Monate voll gesperrt.

Palla will Bahnfahren wieder attraktiv machen

Zur Finanzierung sollen Mittel aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur fließen. In diesem Jahr will die Bahn mehr als 23 Milliarden Euro verbauen. Nach rund 26.000 Baustellen 2025 werden es in diesem Jahr voraussichtlich 28.000 sein.

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Doch Zugausfälle, geplatzte Umsteige-Anschlüsse oder defekte ICE-Toiletten drücken zusätzlich aufs Image. Konzernchefin Evelyn Palla (53) hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Fahrgästen die Freude am Bahnfahren wieder zurückzubringen. „Eisenbahn ist Mobilität, Freiheit, auch ein Lebensgefühl“, sagte sie. Im Zug aus dem Fenster zu gucken oder zu lesen, sei schön und entspannend. „Genau deswegen müssen wir etwas verändern, weil die Menschen den Reiz der Eisenbahn oft vergessen haben.“

Eine ​Bahn-Sprecherin wollte sich nicht zu den aktuellen Zahlen äußern und verwies ⁠auf die Bilanzpressekonferenz am 27. März.