So viele schöne Lieder: Tristan Brusch verzückt seine Fans auf der „Am Anfang“-Tour im Hamburger Mojo Club
Text und Fotos von Gérard Otremba
Tristan Brusch steigert sich von Album zu Album. Der im Oktober 2025 veröffentlichte Abschluss seiner „dunkelromantischen Trilogie“ in Form der Platte „Am Anfang“ bildete den vorläufigen Höhepunkt in der Karriere des 1988 in Gelsenkirchen geborenen, in Tübingen aufgewachsenen und in Berlin lebenden Songwriters. Dabei gehörte schon das Vorgängerwerk „Am Wahn“ zu den besten deutschsprachigen Alben jenseits von Element Of Crime. Das zu toppen, war schwer genug, Brusch ist es gelungen. Am 14.03.2026 gastierte Tristan Brusch mit seiner vierköpfigen Band
(Schlagzeug, Bass, Backing Vocals, Tasten/Cello) im ausverkauften Hamburger Mojo Club.
Tristan Brusch
Mit seiner wunderbaren, von uns bereits vorgestellten Kollegin Lisa Harres als Support begann der musikalische Abend, der alle in Tristan Brusch gesteckte Erwartungen erfüllte. Die Songs seiner beiden letzten Alben stellten denn auch das Gros des knapp 100-minütigen Auftritts. So viele anmutige Lieder in so wenig Zeit zwischen Indie-Songwriter-Pop und Chanson gibt es sonst eher selten live zu hören. Bis auf ganz wenige Momente hatte man das ganze Konzert über Gänsehaut, so emotional sind Bruschs Lieder, beim Hamburg-Gig jagte ein Highlight das nächste.
Jahrgang 1969. Selbständiger Journalist und als Chefredakteur verantwortlich für den Inhalt von Sounds & Books. Muss mit Sounds & Books Geld verdienen, um seine Miete bezahlen zu können. Begann seine journalistische Karriere in den 90ern für die Frankfurter Musikzeitschrift Kick’n’Roll, bevor er einige Jahre als freier Mitarbeiter für die Frankfurter Rundschau tätig war. Seit 2010 Online-Veröffentlichungen. Noch gelegentliche Buchrezensionen beim Rolling-Stone-Magazin. Autor der Schriften „Die geheimen Aufzeichnungen des Buchhändlers“ sowie „Ein weiterer Tag im Leben des Buchhändlers“. Großer Bewunderer der Musik von The Beatles, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Neil Young, Van Morrison, Wilco, Nick Cave und Element Of Crime. Marathonläufer. Lebensmotto: „Rock’n’Roll Can Never Die“.