Was die Union-Leihgabe den Düsseldorfern geben kann, stellte der Angreifer, der durch die Verletzung von Cedric Itten ins kalte Wasser geworfen war, nach einer knappen Viertelstunde unter Beweis. Gut von Sotiris in Szene gesetzt, startete er seinen Lauf, arbeitete sich technisch hochwertig an mehreren Gegenspielern vorbei – und brachte den Ball im Tor unter. Das Problem: Nach VAR-Check wurde eine knappe Abseitsstellung festgestellt, und sie verhinderte einen echten Highlight-Treffer. Denn in dieser Szene zeigte Ljubicic, dass er technisch versiert und ein überdurchschnittlicher Zweitliga-Stürmer ist.
Kleine Bewegungen, große Wirkung bei Ljubicic
Nur wenige Minuten später stellte Ljubicic ein weiteres Mal eine Qualität unter Beweis, die bisher am auffälligsten ist: Mit kleinen Bewegungen gelingt es ihm, sich in gute Abschlusspositionen zu bringen. Das Problem in der Szene war nur, dass er den Ball aus kurzer Distanz über das Tor befördert hatte. In der Folge passierte das, womit nicht zu rechnen war: Ljubicic spielte durch. „Ich weiß gar nicht, wie lang ich nicht mehr von Anfang an oder über 90 Minuten gespielt habe, darüber bin ich glücklich“, sagte der in den vergangenen Tagen als ausgesprochen selbstkritisch in Erscheinung getretene Ljubicic. Die Auflösung: Letztmals war das im Dezember 2024 der Fall – im Trikot des Linzer ASK.
Spritzigkeit fehlte in der Schlussphase
In dieser Phase wurde auch immer deutlicher, dass Ljubicic die Spritzigkeit fehlte: In einigen Situationen kam er den entscheidenden Schritt zu spät. Allerdings taten sich seine Mitspieler auch schwer, den Ball in die gefährlichen Zonen zu bringen. Das Ljubicic-Fazit nach 90 Minuten fiel deutlich aus: „Ich bin nicht zufrieden, ich kann besser spielen.“ Das kann er am kommenden Wochenende unter Beweis stellen, dann geht es gegen Hertha BSC, den Stadtrivalen seines eigentlichen Arbeitgebers.
Ob der eigentlich gesetzte Itten dann wieder zur Verfügung steht, ist noch offen – Ljubicic zeigte aber, dass er Fortuna mit seinen Fähigkeiten durchaus helfen kann. Sein größtes Problem ist aktuell, dass er sich dafür einfach nicht belohnt.