
Regisseur David Borenstein (Mitte) gewinnt mit seinem Team einen Oscar für den besten Dokumentarfilm mit „Ein Nobody gegen Putin“.
Quelle: AP
Bei den Oscars ist in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ die ZDF-Koproduktion „Ein Nobody gegen Putin“ (Mr. Nobody Against Putin) ausgezeichnet worden. Der Film des amerikanischen, in Kopenhagen lebenden Regisseurs David Borenstein und des russischen Videofilmers Pavel Talankin ist eine Koproduktion von Dänemarks öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalt DR, der BBC aus dem Vereinigten Königreich sowie ZDF und ARTE.
Der Film ist hier zu sehen:
„Ein Nobody gegen Putin“ in voller Länge ansehen.
13.01.2026 | 89:28 min
Talankin dokumentiert, wie Schüler manipuliert werden
Der Film dokumentiert das Leben von Talankin, der Lehrer an einer Schule in seiner Heimatstadt Karabasch ist. Als er mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine den Auftrag bekommt, patriotische Veranstaltungen zu organisieren und zu dokumentieren, wachsen in ihm die Zweifel an Russlands politischem System.
Dann kontaktiert ihn ein westlicher Filmemacher und schlägt ihm vor, seine Beobachtungen zu dokumentieren. Und so filmt Pavel Talankin zwei Jahre lang immer wieder, wie in der russischen Kleinstadt im Ural der Staat seine Schulkinder auf den Krieg einschwört und sie manipuliert.
Bei den Oscars bekommt der Politthriller „One Battle After Another“ sechs Auszeichnungen – unter anderem für den besten Film. Beste Schauspielerin wurde Jessie Buckley.
16.03.2026 | 1:26 min
Regisseur Borenstein mahnt bei Oscar-Rede
Regisseur Borenstein sagte bei der Entgegennahme des Preises unter dem Applaus des Publikums: „Wenn wir uns mitschuldig machen, wenn eine Regierung Menschen auf den Straßen unserer großen Städte ermordet, wenn wir nichts sagen, wenn Oligarchen die Medien übernehmen und kontrollieren (…), stehen wir alle vor einer moralischen Entscheidung.“
Mit Blick auf den Titel des Films sagte Borenstein:
Aber zum Glück ist selbst ein Niemand mächtiger als du denkst.
„
David Borenstein, Regisseur
Das norwegische Drama „Sentimental Value“ von Regisseur Joachim Trier hat sechs Europäische Filmpreise gewonnen, darunter die Auszeichnung für den besten Film und die beste Regie.
18.01.2026 | 0:19 min
„Sentimental Value“ als „Bester internationaler Film“ geehrt
Auch die ZDF-Koproduktion „Sentimental Value“ von Regisseur Joachim Trier wurde prämiert – als bester internationaler Film. Das norwegische Drama, das auch aus Deutschland mitproduziert wurde, erzählt vom komplizierten Verhältnis eines Vaters zu seinen Töchtern. Der deutsche Beitrag „In die Sonne schauen“ hatte es in diesem Jahr nicht in die Endrunde geschafft.
„Zwei Produktionen aus der ZDF-Familie erhalten einen Oscar, die renommierteste Auszeichnung der internationalen Filmbranche“, erklärt ZDF-Programmdirektorin Nadine Bilke. „Dies ist ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit von ZDF und ARTE mit unseren europäischen Koproduktionspartnern.“
Die ausgezeichneten Produktionen verhandeln zentrale gesellschaftliche Themen unserer Zeit – auch deshalb erfüllt uns diese große Anerkennung mit besonderem Stolz.
„
Nadine Bilke, ZDF-Programmdirektorin
ZDFheute auf WhatsAppQuelle: dpa
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Quelle: dpa, AFP, ZDF
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 16.03.206 im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF ab 5:30 Uhr sowie in der heute Xpress ab 9 Uhr.