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Wie verstrahlt muss ein „Fan“ sein, um eine solche Aktion zu starten?

Beim 2:0-Sieg des BVB gegen Augsburg war am Samstag während der zweiten Halbzeit gleich mehrfach ein grelles, grünes Licht auf dem Platz, den Spielertrikots oder in Gesichtern zu sehen. Etwa beim Vollsprint-Konter von Karim Adeyemi (24) in der 83. Minute oder bei mehreren Eckstößen von Julian Ryerson (28). Zwischenfälle, wie sie bei Konzerten oder Sport-Veranstaltungen immer wieder zu beobachten sind. Problem: In der Regel sind die Übeltäter nur selten dingfest zu machen. Im aktuellen Fall könnte es anders laufen.

BILD enttarnt den Laserpointer-Chaoten!

Vom Oberrang aus trieb der Laserpointer-Chaot sein Unwesen

Vom Oberrang aus trieb der Laserpointer-Chaot sein Unwesen

Foto: Gerd Scheewel/BILD

Verantwortlich für den Störfall: ein vermeintlicher Dortmund-Fan im Oberrang der Ost-Tribüne. Mit BVB-Spieltagsschal, schwarzem Pepitahut und gelbem Oberteil unter dem dunklen Mantel saß der Laser-Randalierer auf einer Treppe unweit eines Ausgangs (Mundloch) und trieb minutenlang sein dummes Spiel. Kein Kind, kein Jugendlicher, ein erwachsener Mann! Erst, als er offensichtlich bemerkt hatte, dass Ordner auf ihn aufmerksam geworden waren, flüchtete er von der Tribüne. Da hatte der BILD-Fotograf seine Arbeit schon gemacht.

Mehr zum ThemaBVB jagt Übeltäter mit Fotos und Video-Überwachung

Konsequenz: Wie BILD auf Nachfrage beim BVB erfuhr, jagt der Klub den Laser-Idioten jetzt mittels Fotos und Video-Überwachung. Weil der Einsatz von „Punktstrahlern“ verboten ist und einen massiven Eingriff ins Spielgeschehen darstellt, drohen dem Täter strafrechtliche Konsequenzen sowie ein Stadionverbot. Auch im offiziellen Spielbericht ist der Vorfall unter der Eingabe „besondere Vorkommnisse“ notiert worden.

Laserpointer können als gefährliche Körperverletzung gewertet werden. Die Blendwirkung der grünen Strahler führt dabei immer wieder zu Augenverletzungen und sorgt bei Fußballspielen für Irritationen von Torhütern oder Angreifern.

Seit Jahren sind derartige Störaktionen in Fußballstadien ein großes Thema. Einer der bekanntesten Vorfälle: 2022 wurde Liverpools Superstar Mo Salah (33) beim Play-off-Rückspiel zur WM mit der Nationalmannschaft Ägyptens im Senegal während des Elfmeterschießens von Dutzenden Laserpointern gestört. Folge: Drei von vier Schützen vergaben ihren Strafstoß – Ägypten verpasste die WM in Katar.

Wie gefährlich Laserpointer sein können und wie rigoros der Missbrauch geahndet wird, zeigt dieses Beispiel: Vergangene Woche wurde ein 51-jähriger Mann vom Amtsgericht Hamburg-Harburg zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Am Rande einer Bauerndemonstration 2024 hatte er den Piloten eines Polizeihubschraubers geblendet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte billigend in Kauf nahm, die Crew zu verletzen.