TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Düsseldorf – Ein Praktikant (18) soll in der 2. Klasse einer Düsseldorfer Grundschule eine exhibitionistische Handlung begangen und dabei vor den Augen eines Kindes seinen erigierten Penis berührt haben. Die Polizei durchsuchte die Wohnung des jungen Afghanen und beschlagnahmte sein Handy.

Lehrerin bekam von dem Vorfall nichts mit

Eine Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) sagte zu BILD, dass der Vorfall an der Brehm-Schule am 9. März durch den Anruf eines Vaters bekannt geworden sei. Es habe sich demnach um einen unbeobachteten Moment an einem Waschbecken in der Nachmittagsbetreuung gehandelt. Währenddessen sei auch eine Lehrerin im Klassenzimmer gewesen, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Sie habe den Kindern aber gerade einen Film gezeigt und daher von der Situation nichts mitbekommen. Ein Kind, das Zeuge wurde, hatte seinen Eltern von dem Vorfall berichtet. Die Schule erließ dann ein Hausverbot gegen den Praktikanten.

Der Praktikant hat in der Schule mittlerweile Hausverbotd

Der junge Mann darf die Schule nach dem Vorfall nicht mehr betreten

Foto: Meike Wirsel

Praktikant soll vorher Lehrerin belästigt haben

Offenbar erinnerte sich dieselbe Lehrerin durch den Vorfall am Waschbecken an eine andere Situation. Demnach soll der Praktikant sie am 6. März an den Po gefasst haben. Laut der Sprecherin der Schulaufsicht sei sie zunächst von einer unabsichtlichen Berührung ausgegangen, ordnete die Situation nach dem zweiten Vorfall aber anders ein. Beide Taten wurden nicht von der Schule oder dem Träger, sondern durch die Lehrerin zur Anzeige gebracht. Ein Ermittler zu BILD: „Das erleben wir in Bezug auf Delikte an Schulen leider öfter, dass sich die Schulen da lieber zurückhalten.“ Die Lehrerin sollte eigentlich diese Woche bei der Polizei erneut aussagen, sei aber plötzlich erkrankt.

Teenager gestand sexuelle Belästigung

Bei seiner Vernehmung bei der Polizei räumte der Afghane ein, die Lehrerin am Po berührt zu haben. Da der Beschuldigte Asylbewerber ist, nahm die Polizei Kontakt mit der Ausländerbehörde auf. Das geplante Praktikum des jungen Mannes sollte eigentlich drei Wochen gehen. Die Auswertung des beschlagnahmten Handys dauert noch an. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte die Ermittlungen auf BILD-Anfrage, wollte sich aufgrund des Alters der Beteiligten nicht zu Details äußern.