Sami Allagui wird von Lukas Fröde per Grätsche gestoppt.
Personell unverändert ging’s bei unseren Kiezkickern weiter, der MSV wechselte einmal: Thomas Blomeyer kam für Nauber. Die Braun-Weißen suchten sofort den Weg nach vorne und kamen nach gerade einmal 30 Sekunden zu einer ersten guten Chance. Waldemar Sobota nahm eine Kopfball-Verlängerung von Bouhaddouz im MSV-Strafraum auf und zog aus 14 Metern ab. Bomheuer konnte aber gerade noch klären. Der Ball sprang zwar an die Hand, aber nicht Elfmeter-würdig (46.).
Dann ein Konter der Kauczinski-Elf: Allagui tankte sich durch die gegnerische Hälfte, drang in den Strafraum und wurde im letzten Moment abgedrängt. Schade, da war mehr drin (52.). Der MSV hatte nun Probleme sich zu befreien, die Kiezkicker machten ordentlich Druck und wollten mit aller Macht den Ausgleich erzielen. Bislang weiterhin ohne Erfolg, weil immer wieder ein Duisburger im letzten Moment dazwischenfunkte.
Dann konnten sich die Kiezkicker endlich mit dem Ausgleich belohnen! Luca Zander hatte von der rechten Seite in die Mitte geflankt und Allagui per Kopf quergelegt. Duisburgs Blomeyer konnte nicht entscheidend klären und Sobota jagte das Leder aus fünf Metern unter die Latte – 1:1 (57.)! Und weiter ging’s: Nachdem ein Sobota-Schuss aus 25 Metern geblockt worden war (59.), zeigte Dietz erneut auf den Punkt – für unseren FCSP. Allagui kam im Duell mit Flekken zu Fall, eine klare Sache. Lasse Sobiech trat und schickte das Leder oben rechts ins Netz – 2:1 (63.)!
Es wurde immer hektischer auf dem Rasen und nach einem Zweikampf zwischen Sobota und Hajri zeigte Schiedsrichter Dietz Bouhaddouz wegen Unsportlichkeit die Rote Karte (68.). Die Kauczinski-Elf musste den Vorsprung somit etwas mehr als 20 Minuten in Unterzahl über die Runden bringen und konnte sich kurz nach dem Platzverweis bei Robin Himmelmann bedanken, dass es weiterhin 2:1 stand. Der FCSP-Keeper entschärfte eine 16-Meter-Volleyabnahme von Hajri mit einer starken Parade und verhinderte das 2:2 (70.).
Kauczinski wechselte wenig später zum ersten Mal: Der defensivere Jan-Philipp Kalla ersetzte den offensiven Sahin (76.). Auch Gruev nahm eine Veränderung vor: Kingsley Onuegbu kam für Tashchy – Stürmer für Stürmer also (78.). Der MSV nun mit mehr Spielanteilen und leider auch mit dem Ausgleich. Nach einer Flanke von der rechten Seite legte Ahmet Engin quer und Iljutchenko nickte aus kurzer Distanz zum 2:2 ein – bitter (81.). Es sollte die letzte nennenswerte Szene der Partie gewesen sein, es blieb somit beim 2:2.
FC St. Pauli
Himmelmann – Zander, Sobiech, Avevor, Buballa – Nehrig, Flum – Allagui (87. Schneider), Sahin (76. Kalla), Sobota – Bouhaddouz
Cheftrainer: Markus Kauczinski
MSV Duisburg
Flekken – Hajri, Bomheuer, Nauber (46. Blomeyer), Wolze – Oliveira Souza, Fröde, Schnellhardt, Engin – Tashchy (78. Onuegbu), Iljutcenko (86. Albutat)
Cheftrainer: Ilja Gruev
Tore: 0:1 Wolze (32., FE), 1:1 Sobota (57.), 2:1 Sobiech (63., FE), 2:2 Iljutchenko (81.)
Gelbe Karten: Bouhaddouz, Sahin, Allagui, Sobota / Nauber, Hajri, Bomheuer
Rote Karte: Bouhaddouz (68.)
Schiedsrichter: Christian Dietz (München)
Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)
(hb)
Fotos: Witters