Mit seinem ersten Stück „Verdamp lang Schäl“ bringt er die Musik seiner Idole jetzt ins Hänneschen-Theater.

Dieses spielt, wie sollte es anders sein, im Vringsveedel, in der Kölner Südstadt. Dort ist Nekelas Büdchen seit ewigen Zeiten der Treffpunkt für die Leute. Doch jetzt macht ihm der Schäl mit seiner Supermarktfiliale mit Schleuderpreisen mächtig Konkurrenz. Nur mit seiner Tochter, dem Röschen, hat der Schäl mal wieder richtig Ärger. Denn die will nicht die Supermarktkette ihres Vaters übernehmen, sondern Rockstar werden. Durch eine ungestimmte Gitarre verschlägt es Röschen und Köbeschen in die 80er Jahre, wo sie die Erwachsenen von heute einmal ganz anders kennenlernen. Mittels der Musik von Bap gelingt ihnen schließlich die Rückkehr in die Gegenwart.

Wolfgang Niedecken
bekommt eine eigene Puppe

„Wolfgang Niedecken wird eine eigene, neu geschaffene Puppe bekommen. Er war von der Idee sofort begeistert. Besonders gut gefällt ihm, dass wir nicht nur die bekannten Hits, sondern auch unbekanntere Songs zum Soundtrack unseres Stücks machen. Seine Gemälde werden übrigens auch Teil des Bühnenbilds.“ Premiere des neuen Abendstücks unter der Regie von Katja Lavassas ist am 5. September um 18 Uhr.

Parallel dazu wird es im Hänneschen im kommenden Herbst mit „D’r Künning von Knolledörp“ auch wieder ein märchenhaftes Kinderstück von Intendantin Mareike Marx geben. Darin versetzt der sagenumwobene Musiker Artisdis Harmonius ganz Knollendorf mit seinem Konzert im Zirkuszelt mächtig in Aufregung. Allerdings geht von den schönen, geheimnisvollen Klängen ein böser Zauber aus, der die Knollendorfer entzweit.

Das Ganze geschieht mit eiskaltem Kalkül, den der Musikus will der neue König von Knollendorf werden. Zum Glück bleiben die Kinder bei klarem Verstand, sie holen mit ihrer eigenen Band den Frohsinn in ihr Dorf zurück. Die Regie dabei führt erstmals Theaterpädagogin Katharina Seidel, die seit anderthalb Jahren zum Theater der Puppenspiele gehört. Die Premiere ist am 26. September um 16.30 Uhr.

Ein Engelstanz
mit Pirouettenrekord

Beim diesjährigen Weihnachtsstück „E Leech zom Chreesfess“ von Heike Huhmann gibt es in Knollendorf einen eigenen Weihnachtsmarkt. Hänneschen und Bärbelchen verkaufen dort ihre Plätzchen und vom Tünnes gibt es Glühwein – dabei ist er selbst sein bester Kunde. Der Schäl plant am Tag vor Heiligabend eine große Show, bei der alle ihre Talente präsentieren sollen. So gibt es zum Beispiel von Käti den Engelstanz mit Pirouetten-Rekord und von Marizebill ein Lied für ihren Nikela. Das Highlight soll der Tierchor von Manes sein, der viele Touristen anlocken und so viel Geld in Schäls Kasse spülen soll. Doch der Star des Chors hat plötzlich Lampenfieber und es stellt sich die Frage, ob die Tiere aus dem Wald richtig singen können. Da müssen Hänneschen und Bärbelchen Manes aus der Patsche helfen. Die Premiere ist am 19. November um 17.30 Uhr.

Zurück kommt auch wieder die beliebte Puppensitzung mit ihrer Premiere am 9. Januar um 18 Uhr. Aussetzen muss dagegen wegen der extrem kurzen Session die Kinderpuppensitzung, für die es als Ersatz im Foyer an drei Terminen eine Pänz-Party mit Musik, Stocktanz, Spielen und Puppen geben wird.

Zurückkehren wird dagegen 2027 das Osterstück, das es im laufenden Jahr nicht geben wird. Bei „Hännesche un dat Zauberbünnche“ geht es um eine arme Familie, die in der Not ihre alte Geiß verkaufen muss. Doch eine Zauberin nimmt Hänneschen und Bärbelchen das Tier ab und schenkt ihnen stattdessen eine Zauberbohne. Zum Glück kommt Bärbelchen, trotz all des Ärgers zu Hause wegen des ausbleibenden Geldes, auf die Idee die Bohne einzugraben, und blickt am nächsten Tag auf eine riesige Ranke, die bis in den Himmel gewachsen ist. So machen sich die beiden auf den Weg, um über die Wolken zu blicken. Das Stück von Mareike Marx feiert am 11. März 2027 seine Premiere.

Service: Der Vorverkauf für die neue Spielzeit beginnt mit Ausnahme der Puppensitzung am 1. April. Im Theater selbst wird der Kassenbereich umgebaut und in dieser Zeit durch einen Container vor dem Theater ersetzt. Die Karten gibt es aber auch über Köln-Ticket. Am 22. und 23. Mai gibt es auch wieder das Theaterfest am Eisenmarkt.