Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Ulm hat eine wichtige Hürde im Bundestag genommen. Der Verkehrsausschuss des Parlaments hält das Großprojekt für gut aufgesetzt, die Vorbereitungen von Bahn und Verkehrsministerium für überzeugend. „Es gibt über alle Fraktionen hinweg große Zustimmung zu Augsburg-Ulm“, sagte Bahn-Staatssekretär Ulrich Lange (CSU). „So wie es jetzt ausschaut, können wir im Sommer in die Haushaltsberatungen gehen, damit im Jahr 2027 Mittel für die Planung der Strecke zur Verfügung stehen“.

Mitte des Jahres steht die nächste wichtige Entscheidung an

Der Ausschuss muss bis Mitte des Jahres grünes Licht geben, damit das Finanzministerium die Strecke in der Aufstellung des Etats berücksichtigt. Dann könnten nächstes Jahr konkrete Bauplanungen anlaufen.

Der Grünen-Verkehrsexperte Matthias Gastel teilt die positive Einschätzung. „Das Konzept zur Neubaustrecke hat im Ausschuss überzeugt. Im Ausschuss war ein breiter Konsens in den demokratischen Fraktionen erkennbar“, meinte der Abgeordnete aus dem Stuttgarter Umland. Er hob hervor, dass es gelungen sei, die Bevölkerung einzubinden.

Die Deutsche Bahn kalkuliert derzeit mit Kosten von rund 8,2 Milliarden Euro für den Strang auf einer Länge von rund 85 Kilometern. In der Berechnung ist ein Puffer für Baurisiken eingepreist. In einem Pannenszenario (“worst case“) veranschlagt der Konzern die Kosten auf 13 Milliarden. Als Baubeginn für die Verbindung sind die 2030er Jahre angepeilt.

  • Christian Grimm

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