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Zehn von 19 Fortuna-Pflichtspielen hat Markus Anfang (51) verloren – doch eine Pleite ist für ihn bis heute ganz besonders schmerzhaft. In seinem zweiten Einsatz nach der Entlassung von Daniel Thioune (51/jetzt Bremen) gab es in Berlin ein 0:1 der bitteren Sorte. Nach der vorherigen Braunschweig-Blamage zeigte Düsseldorf lange eine starke Leistung, dann ging die Puste aus und am Ende gab es das entscheidende Tor durch Krattenmacher.
Wöchentlich hatte Anfang danach auf dieses Spiel hingewiesen und mit guten Leistungen die auch danach folgenden schlechten Ergebnisse rechtfertigt. Das Hertha-Spiel war seine Blaupause für das Ungleichgewicht zwischen Auftreten und Ertrag. Dabei vergaß er auch gerne, dass Berlin in der zweiten Halbzeit schon vor dem Tor hundertprozentige Chancen (2,88 zu 1,97 bei den „Expected Goals“) hatte. Wie auch immer: Heute im Spiel in der 2. Liga gegen Hertha BSC (13.30 Uhr/Sky) soll dieses Trauma mit einem Sieg im Rückspiel beendet werden.
Anfang setzt auf Heimstärke und Grundtugenden
Anfang: „Im Hinspiel haben wir über 60 Minuten stark gespielt, aber dann mit der letzten Aktion das Spiel verloren. Das tut immer noch weh. Es wird ein sehr schweres Spiel, aber wir wissen, dass wir zu Hause stark sind. Wenn wir es wie in den letzten Heimspielen hinbekommen, das Spiel mit Willen, Power, Dynamik und Leidenschaft anzugehen und die Fans mitzunehmen, können wir Hertha schlagen.“

Auch gegen Fortunas Ex-Trainer Uwe Rösler (57/Bochum) feierte Anfang zuletzt einen Heimsieg.
Foto: picture alliance/firo Sportphoto
Denn obwohl Fortuna Düsseldorf mit Anfang nach wie vor im Abstiegskampf steckt, hat die zuletzt starke Heimbilanz dafür gesorgt, dass die Situation deutlich besser geworden ist. Fünfmal in Folge gab es in der Arena keine Pleite, aus den letzten sieben Spielen holte sein Team in Düsseldorf 16 Zähler. Also mehr als die Hälfte der Gesamtpunktzahl in dieser Saison.
Anfang setzt gegen Hertha neben der Heimstärke vor allem darauf, dass Fortuna anders als zuletzt in Braunschweig (0:1) wieder die Basics an den Tag legt. Seine Forderung: „Wir müssen das Spiel über die volle Distanz mit der nötigen Intensität führen.“ Damit Anfangs Trauma-Therapie gegen Hertha ein Erfolg wird.