Stand: 22.03.2026 06:42 Uhr
Der Warnstreik der Gewerkschaft ver.di bei der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) ist beendet. U-Bahnen standen für 24 Stunden still, Busse verkehrten nur vereinzelt.
Bis Sonntagfrüh um 3 Uhr wurde gestreikt. Mit dem Streik-Ende rollte der Busbetrieb wieder regulär an. Bei der U-Bahn war noch bis 6 Uhr mit Verzögerungen zu rechnen, so die Hochbahn.
Staugefahr: Elbtunnel das ganze Wochenende gesperrt
Weiter laufen hingegen die Abrissarbeiten der Berlinertordammbrücke im Osten Hamburgs, wo sowohl die Bürgerweide als auch die S-Bahn- und Fernbahngleise Richtung Norden gesperrt sind. Und auch der Elbtunnel im Hamburger Westen ist das ganze Wochenende noch gesperrt. Zusätzlich begannen in Niedersachsen und Bremen die Frühjahrsferien.
Die S-Bahn fährt zwar, wegen Bauarbeiten sind aber wichtige Linien blockiert – so die Strecke Altona-Sternschanze. Und die S1 ist am Wochenende zwischen Berliner Tor und Wandsbeker Chaussee gesperrt, es fahren Ersatzbusse. Auch Reisende zum Flughafen müssen Zeitverluste einplanen.
Ver.di: „Stadt muss Weg für Einigung freimachen“
Der Tarifkonflikt sei festgefahren wie nie, begründete ver.di den neuen Warnstreik. Die Beschäftigten seien „stinksauer“ über die bisherigen Angebote.
Dass die Verhandlungen nicht vorankommen, liege laut ver.di auch am Sparkurs des Senats, sagte Irene Hatzidimou, stellvertretende Fachbereichsleiterin bei ver.di Hamburg. „Die Stadt ist Eigentümerin, deshalb muss sie jetzt von der Bremse gehen und den Weg für eine Einigung freimachen. Ansonsten ist es völlig sinnlos, sich weiter an Verhandlungstischen zu verausgaben.“
Hochbahn: Lösungen am Verhandlungstisch finden
Im Zentrum der Forderungen der Gewerkschaft steht für die Mitarbeitenden der VHH eine Reduktion der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden. Bei der Hochbahn geht es der Gewerkschaft um mehr Lohn. Plus 3,4 Prozent mindestens aber 150 Euro mehr, will ver.di erreichen. Auch in der sechsten Verhandlungsrunde am Mittwoch gab es keine Einigung.
Hochbahn-Verhandlungsführerin Saskia Heidenberger sagte am Donnerstag „Ver.di handelt unverantwortlich und wir fordern die Gewerkschaft auf, Lösungen am Verhandlungstisch zu finden. Die Gewerkschaft trägt die Verantwortung dafür, dass Hamburg mittlerweile zum achten Mal nahezu still steht.“