Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels reagierte auf die ausgefallenen Buchhandlungspreisverleihung mit einem eigenen Empfang, um die ausgezeichneten Buchhandlungen zu würdigen. Am Freitag wurden dann auf der Homepage des Buchhandlungspreises die Gewinner bekannt gegeben, darunter der Leipziger Kinderbuchladen Serifee.
Mit der Eröffnung der Leipziger Buchmesse 2026 hat sich im besten Sinne gezeigt, dass wir eine Plattform für eine kraftvolle, leidenschaftliche, kämpferische Art der Debatte sind.
Astrid Böhmisch
Direktorin der Leipziger Buchmesse
Für Buchmesse-Direktorin Astrid Böhmisch war die von Debatten begleitete Eröffnung etwas Positives. Sie sagte MDR KULTUR, es habe sich gezeigt, „dass wir eine Plattform für eine kraftvolle, leidenschaftliche, kämpferische Art der Debatte sind“. So könne die Öffentlichkeit transparent an der Debatte teilhaben. Wenn die Leipziger Buchmesse ein Rahmen für Dialog und Austausch sei, finde sie das großartig.
Preis der Leipziger Buchmesse an Katerina Poladjan
Ein besonderer Höhepunkt der Buchmesse war in diesem Jahr erneut der Preis der Leipziger Buchmesse. In der Kategorie Belletristik wurde Katerina Poladjan mit ihrem Roman „Goldstrand“ (S. Fischer) ausgezeichnet. Im Bereich Sachbuch gewann Marie-Janine Calic mit „Balkan-Odyssee“ (C.H. Beck). Manfred Gmeiner erhielt den Preis für seine Übersetzung von „Unten leben“ (Droschl) des peruanischen Autors Gustavo Faverón Patriau. Die Verleihung der mit insgesamt 60.000 Euro dotierten Preise fand in der Glashalle statt.
Bestseller-Autoren und Promis zu Gast in Leipzig
Zum Programm des Literaturfests „Leipzig liest“ gehörten in diesem Jahr rund 3.000 Veranstaltungen auf dem Messegelände und in der gesamten Stadt. Buchmesse-Chefin Astrid Böhmisch erklärte im Gespräch bei MDR KULTUR, das Angebot sei einzigartig. „Wir sind Europas größtes Lesefestival – und das wollen wir bleiben und ausbauen. Wir merken, dass die Öffentlichkeit gerade das unglaublich schätzt“, so Böhmisch.
Der Literaturkritiker Dennis Scheck präsentierte täglich auf der Bühne von ARD, ZDF und 3Sat seine Leseempfehlungen. Er zog eine positive Bilanz der Buchmesse und betonte, die „Literatur sei in der Lage, vorgefertigte Meinungen zu korrigieren.“ Erst die Auseinandersetzung mit dem Text könne eine literarische Meinung bilden.