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München – Ein 22-Jähriger steht seit Montag vor dem Oberlandesgericht München. Der Vorwurf des Generalbundesanwalts: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Der junge Mann soll für die Huthis aus dem Jemen gekämpft haben – und dann verletzt nach Deutschland geflohen sein.
2022 wurde der Angeklagte als Heranwachsender in einem militärischen Trainingslager der Huthis im Jemen ausgebildet. Danach zog er laut Bundesanwaltschaft für die Islamisten in den Kampf, bis er selbst im Kampf verletzt wurde.
Flucht nach Deutschland im Mai 2023
Nach seiner Verwundung floh der heute 22-Jährige laut Anklage im Mai 2023 nach Deutschland. Hier wurde er festgenommen und muss sich nun für seine mutmaßliche Zugehörigkeit zueiner terroristischen Vereinigung verantworten.
Die Huthis (auch Ansar Allah genannt) ist eine militant-islamistische Bewegung aus dem Norden des verarmten Jemen. Ihre Hauptfeinde: die USA, Israel und Saudi-Arabien. 2014 nahm sie die Hauptstadt Sanaa ein. Vor einigen Jahren griff die Gruppierung emiratische Öl-Anlagen an. Die vom Iran unterstützte Bewegung attackiert seit 2023 im Zuge des Gaza-Kriegs immer wieder Handelsschiffe.