Vor allem die Topschwimmer des SV Bayer Wuppertal gaben bei den NRW-Meisterschaften am Wochenende eine gute Visitenkarte ab. Obwohl aus dem vollen Training heraus, das auf die Deutschen Meisterschaften Mitte April ausgerichtet ist, sorgten sie für starke Platzierungen und teilweise sogar Bestzeiten. So schaffte etwa Luisa Herrmann mit ihrer Vorlaufzeit von 27,49 über 50 Meter Schmetterling die Aufnahme in den Nationalkader, in dem bereits Larus Thiel und Lee Dragon sind. Herrmann gewann dann anschließend auch das Finale und trug auch noch den Sieg über 50 Meter Freistil zur Gesamtbilanz von zwölf Goldmedaillen bei, mit der die SG Bayer im Medaillenspiegel der Offenen Klasse klar vor der SG Essen und der SG Dortmund (jeweils fünf) lag. „Selbst wenn man berücksichtigt, dass Essen hier nicht mit allen Topschwimmerinnen und -schwimmern vertreten war, war das schon klasse“, freute sich Bayer-Cheftrainer Henning Lambertz über die Auftritte seiner Schützlinge aus der ersten Trainingsgruppe. Neben Herrmann konnten auch Gian Luca Reduth (100 m Schmetterling und 50 m Rücken) und Larus Thiel (50 m und 100 m Freistil zwei Titel feiern. Für den siebten Einzeltitel der Wuppertaler Bayer-Fraktion sorgte Aaron Schmidt über seine Paradestrecke 200 m Schmetterling. An seiner Siegerzeit von 2:06,79 merkte man allerdings, wie belastend die vergangenen Trainingswochen waren. „Bis zu den Deutschen Meisterschaften wollen wir ihn möglichst unter zwei Minuten bringen. Dass das drin ist, hat er vor zwei Wochen mit einer 2:01 bei den Fundays schon gezeigt“, so Henning Lambertz.