Spielszene des HSV Hamburg gegen den Bergischen HC.

AUDIO: HSV Hamburg verliert gegen Bergischen HC (1 Min)

Handball-Bundesliga

Stand: 26.03.2026 20:54 Uhr

Der HSV Hamburg hat in der Handball-Bundesliga eine bittere Heimpleite kassiert. Das Team von Trainer Torsten Jansen verlor am Donnerstagabend nach einer schwachen Vorstellung verdient gegen den abstiegsbedrohten Bergischen HC mit 34:35 (17:18).

von Tobias Knaack

Das erste Spiel der Hamburger nach der Länderspielpause war intensiv und abwechslungsreich, über weite Strecken aber auch extrem fehlerbehaftet. Zudem schaffte es der HSVH zum wiederholten Male in dieser Saison nicht, eine stabile Deckung auf die Platte zu bringen. So waren am Ende auch 34 eigene Treffer – davon zehn Tore von Rückraumspieler Moritz Sauter – zu wenig, um die Punkte in der Hansestadt zu behalten.

Weiter geht es für die Norddeutschen mit einem Auswärtsspiel beim nächsten „Kellerkind“ – am Ostersonntag (5. April, 17:30 Uhr, im NDR Livecenter) in Minden.

Ein Handball liegt im Tornetz.

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick.

Fehlerfestival in Hamburg

Dass es knapp zwei Wochen lang keinen Ligabetrieb gegeben hatte, war den Mannschaften vom Start weg deutlich anzumerken. Beide hatten arge Probleme in ihrem Spiel – die Hamburger kämpften mit einer hohen Zahl an Fehlwürfen, der BHC mit technischen Fehlern. Etwas besser zurecht kamen die Bergischen, die nach gut 20 Minuten mit 12:9 führten. Das auch, weil die Deckung der Gastgeber noch passiver war als die der Gäste und teilweise nur besseren Geleitschutz gab. Zugriff? Die Ausnahme!

Jansen nahm eine Auszeit und mahnte vorne wie hinten mehr Konsequenz an. Es wurde etwas besser – und dank eines Treffers von Kaj Geenen drei Sekunden vor der Pause hielt sich der Schaden für den HSVH am Ende eines schwachen ersten Durchgangs in Grenzen (17:18).

Trotz Sauter-Show: BHC gewinnt verdient

Sauter sorgte nach einer weiteren Serie von Fehlern auf beiden Seiten mit dem ersten Treffer des zweiten Abschnitts für den ersten Ausgleich seit der Anfangsphase (18:18, 34.). Und der 23-Jährige blieb in einer nun wilden Phase mit zehn Toren in gut fünf Minuten mit seinen Treffern die Hamburger „Lebensversicherung“ (23:23, 40.), ehe Kreisläufer Niklas Weller in der 46. Minute für die erste Führung der Hanseaten überhaupt sorgte (26:25).

Tore HSV Hamburg: Sauter (10), Geenen (6), Andersen (5/1 Siebenmeter), Jörgensen (5/1 Siebenmeter), Lassen (4), Weller (3), Norlyk (1)
Tore Bergischer HC: Steinhaus (7), Beyer (5/2 Siebenmeter), Hangstein (4), Kooij (4), Wasielewski (4), Seesing (3), Maldonado (2), Babak (2), Voss-Fels (2), Fuchs (2)
Zuschauer: 2.942

Von Dauer aber war die nicht, weil sich die Hamburger in der Offensive zur Unzeit eine fünfminütige Schaffenspause gönnten. Der BHC setzte sich in dieser Phase dank eines 4:0-Laufs wieder mit drei Treffern ab (31:28, 53.). Einmal konnte Sauter noch ausgleichen (32:32, 58.), die Gäste aber gewannen letztlich verdient – auch weil Linksaußen Noah Beyer, ab Sommer beim HSVH, eine halbe Minute vor dem Ende vorentscheidend zum 34:32 traf.