vorderer Teil eines großen Fahrzeugs mit der Aufschrift "Kampfmittelbeseitigung"

Stand: 27.03.2026 07:39 Uhr

In Celle soll am Sonntag nahe des Bahnhofs ein Blindgänger-Verdacht überprüft werden. Davon sind laut Stadt etwa 11.700 Menschen betroffen. Zudem schränkt die Sondierung den Regional- und S-Bahnverkehr ein.

Die Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von einem Kilometer müssen ihr Zuhause bis 10 Uhr verlassen, wie die Stadt Celle mitteilte. Zunächst war die Evakuierung ab 9 Uhr angekündigt worden. Wegen Änderungen in den Betriebsabläufen der Deutschen Bahn müsse der Zeitraum um eine Stunde nach hinten verschoben werden, so die Stadt. Reisende, die am Sonntag mit den Zügen der Eisenbahngesellschaft Metronom oder mit den S-Bahnen fahren wollen, müssen sich auf Einschränkungen einstellen:

  • RE2 und RE3: Auf der Strecke Uelzen-Celle-Hannover entfällt ab 7 Uhr der Halt in Celle. Zudem ist ab 10 Uhr die Strecke zwischen Isernhagen (Region Hannover) und Eschede (Landkreis Celle) gesperrt. In beiden Fällen fahren laut Metronom ersatzweise Busse.
  • RE3/RB31: Am Sonntag entfällt die Fahrt um 15.32 Uhr ab Uelzen nach Hamburg ersatzlos.
  • S7: Ab 8.30 Uhr fallen laut S-Bahnbetreiber Transdev alle Züge auf dem Abschnitt Burgdorf-Celle aus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen sei eingerichtet.
  • S6: Die Linie entfällt vollständig. Grund dafür ist laut Transdev eine parallel laufende Baumaßnahme.

Überprüfung voraussichtlich am Abend abgeschlossen

Evakuiert wird nach Angaben der Stadt von der Aller bis zur Hannoverschen Heerstraße und Landgestütstraße sowie vom Wilhelm-Heinichen-Ring bis zur Rostocker- und Wittestraße. Die Bahnhofstraße und die Neustadt werden für den Verkehr gesperrt. Umgeleitet wird über den Wilhelm-Heinichen-Ring. Die Sondierung werde voraussichtlich am Abend abgeschlossen sein, heißt es. Dann könnten Betroffene wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Informationen gibt es über den Rundfunk und Lautsprecherdurchsagen im betroffenen Gebiet sowie über die städtische Homepage, die Social-Media-Kanäle und WhatsApp-Kanal der Stadt.

Notunterkunft im Schulzentrum Burgstraße

Eine Notunterkunft ist laut Stadt ab 8 Uhr im Schulzentrum Burgstraße eingerichtet, dorthin fahren Sonderbusse. Haustiere könnten nicht mitgebracht werden, hieß es. Für Fragen rund um die Evakuierung ist ein Bürgertelefon von 8 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer (0 51 41) 12 32 23 geschaltet. Am Sonntag ist dieses den ganzen Tag erreichbar.

Das Rathaus am Maschsee.

Was in Ihrer Region wichtig ist, hören Sie in den Regional-Nachrichten auf NDR 1 Niedersachsen.

Auf einem verkehrsschild steht Evakuierungszentrum

Bestätigt sich der Verdacht, werden die Anwohner am 26. April evakuiert, um die nicht detonierte Weltkriegsbombe zu entschärfen.

Ein Polizeiauto und ein Fahrzeug der Kampfmittelbeseitigung stehen in Osnabrück an einem Straßenrand.

Anwohner sind gesetzlich verpflichtet, ihre Wohnungen zu verlassen, sonst droht ein Bußgeld oder sogar Polizeigewahrsam.

Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Kampfmittelräumarbeiten" an einer Baustelle.

Weltkriegsbomben sorgen immer wieder dafür, dass Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen – diese Städte trifft es oft.

Schlagwörter zu diesem Artikel

Celle