Winterwetter auf dem Flughafen Berlin Brandenburg

Stand: 06.02.2026 • 13:47 Uhr

Der Winter hat den Norden Deutschlands weiter fest im Griff. Vor allem im Nordosten ist es glatt. Am Morgen stoppte der Flughafen BER den Betrieb, inzwischen starten und landen dort wieder Maschinen.

Glatte Gehwege und Straßen, Eisregen und schlechte Sicht wegen Nebels: Am frühen Morgen hat sich der Winter im Nordosten von seiner garstigen Seite gezeigt. Eine Unwetterwarnung sprach der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die Mecklenburger Seenplatte bis zur Ostsee aus, dort drohe gefrierender Regen mit Eisansatz. Weiter südlich gebe es Glatteis. Die Lage dürfte sich demnach im Tagesverlauf bei Temperaturen um den Gefrierpunkt langsam entspannen. Vereinzelt könne noch Schneegriesel fallen.

Betroffen vom Winterwetter ist auch der Hauptstadtflughafen BER. Am frühen Morgen wurden alle Flüge vorerst gestrichen. Der Winterdienst habe die Startbahnen die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg, sie seien spiegelglatt, hieß es von der Flughafengesellschaft. Bis zum Mittag gab es keine Starts und Landungen.

Inzwischen hat der Flughafen den Betrieb wieder aufgenommen. Es kommt aber weiterhin zu massiven Verspätungen und Flugstreichungen. Die Enteisung dauere entsprechend den aktuellen Witterungsbedingungen bis zu einer Stunde und damit mehr als doppelt so lange wie üblich, hieß es. Reisende werden gebeten, ihren Flugstatus vor Anreise regelmäßig zu prüfen.

Auch Nahverkehr betroffen

Auch der Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg war schwer beeinträchtigt. In etlichen Landkreisen rund um Berlin wurde der Busverkehr wegen Glatteisbildung schon gestern Abend ganz eingestellt. Vielfach galt dies zunächst auch heute Morgen. Der Nahverkehr läuft nur allmählich wieder an.

Auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ereignete sich zudem Unfälle. Bei Klettwitz in Brandenburg starben laut Polizei zwei Menschen, als ein mit fünf Insassen besetztes Auto von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Zwei Menschen seien sofort tot gewesen, hieß es von der Polizei in Cottbus. Die drei übrigen Insassen kamen verletzt in Krankenhäuser. Glätte spielte demnach bei dem Unfall mutmaßlich eine Rolle, die Ermittlungen zum genauen Hergang liefen aber.

Bereits gestern eisglatte Straßen

Schon gestern hatte es auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam mehrfach gekracht. Nach Angaben der Polizei wurden dabei 19 Menschen verletzt. Drei der Verletzten kamen ins Krankenhaus. Es gab auch Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin.

Im Laufe des Tages soll sich die Glatteislage dem jüngsten Warnlagebericht zufolge zumindest etwas entspannen. Für den Nordosten wird leichter Dauerfrost erwartet. Im Süden und Westen soll es mild werden. Zum Wochenende können sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten. Entlang des Rheins sollen die Höchsttemperaturen um die 10 Grad erreichen.