Auf Platz 17 abgerutscht

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Nach nur sieben Spielen hat sich Tottenham Hotspur von Trainer Igor Tudor getrennt. Dies bestätigte der kriselnde Premier-League-Klub, der bis auf Platz 17 in der Tabelle abgerutscht ist, am Sonntag. Unter dem 47-Jährigen holten die Nordlondoner nur einen Sieg und ein Remis bei fünf Niederlagen. Der einzige Erfolg war im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atlético Madrid, in dem man trotzdem ausschied.
Laut den Spurs erfolgte die Trennung „einvernehmlich“. Wer neuer Cheftrainer wird, soll „zu gegebener Zeit“ bekannt gegeben werden. Auch Tomislav Rogic und Riccardo Ragnacci haben ihre jeweiligen Positionen als Torwarttrainer bzw. Konditionstrainer niedergelegt. „Wir danken Igor, Tomislav und Riccardo für ihren Einsatz in den vergangenen sechs Wochen, in denen sie unermüdlich gearbeitet haben. Wir nehmen zudem den Trauerfall zur Kenntnis, den Igor kürzlich erlitten hat, und sprechen ihm und seiner Familie in dieser schweren Zeit unsere Unterstützung aus“, hieß es in einer Pressemitteilung. Tudors Vater war kürzlich verstorben.
Tudor war der zweite Chefcoach der Spurs in dieser Saison. Er folgte auf Thomas Frank, der nach 38 Partien und einem Punkteschnitt von 1,29 gehen musste. 225 Tage war der Däne im Amt, Tudor nur 43. Der Kroate sollte den freien Fall stoppen, doch er verlor alle seine vier Partien zum Auftakt. In der Premier League gab es Niederlagen gegen Arsenal (1:4), Fulham (1:2) und Crystal Palace (1:3), ehe seine Mannschaft im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals mit 2:5 bei Atlético Madrid unterging. Danach gab es immerhin ein 1:1 beim FC Liverpool, zuletzt setzte es aber wieder ein 0:3 gegen Nottingham.
Nach 13 Liga-Spielen ohne Sieg befindet sich Tottenham – das mit einem Kaderwert von 803 Millionen Euro auch nach einem satten Minus im Marktwert-Update der Premier League noch das neuntwertvollste Team der Welt ist – mitten im Abstiegskampf. Der Vorsprung vor West Ham United, das auf dem ersten Abstiegsplatz liegt, beträgt einen Zähler.
Letzten Berichten zufolge soll der im Februar bei Olympique Marseille entlassene Roberto De Zerbi Favorit auf die Nachfolge von Tudor sein. Der Italiener wolle aber erst im Sommer auf eine Trainerbank zurückkehren. Ebenfalls gehandelt wird US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino, der aber ebenfalls erst zur neuen Saison eine Option werden könnte. Der Argentinier erfahre vor allem bei den Fans eine hohe Wertschätzung. Der 54-Jährige, der Tottenham in seiner ersten Amtszeit von 2014 bis 2019 erfolgreich führte, besitzt beim WM-Co-Gastgeber USA einen Vertrag bis nach dem Turnier.