Warum die 08er dem Kreisoberliga-Konkurrenten kampflos die Punkte überlassen haben +++ SV Hajduk gewinnt beim FC Maroc nach abenteuerlichem Match mit 7:6 +++ Sonnenberger Frust nach 1:2 gegen Germania.

von Martin Gebhard · Gestern, 20:50 Uhr · 0 Leser

Der FSV Schierstein sagte die Partie gegen Gräselberg ab.Der FSV Schierstein sagte die Partie gegen Gräselberg ab. – Foto: Willi Roth (Archiv)

WIESBADEN . In der Kreisoberliga Wiesbaden hat Klassenleiter Lothar Schäfer das Nachbarschaftsderby SC Gräselberg gegen FSV Schierstein 08 abgesetzt. „Die meisten meiner Jungs haben es abgelehnt, gegen Gräselberg zu spielen“, erklärte 08-Trainer Matthias Groß, der gerade für eine weitere Saison verlängert hatte.

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Der Grund für die Spielabsage: Befürchtungen der 08- Spieler im Zusammenhang mit früheren Vorkommnissen mit dem SC. „Ich habe gegenüber meinen Spielern auch eine Schutzfunktion“, erklärte Groß, der aber anmerkte: „Ich schätze Gräselberg und besonders Nima als Trainer sehr und hoffe, dass wir uns nächste Saison wieder auf dem Platz treffen werden!“

Nima Khanbareh verwies auf Dennis Birkenstock, in Schierstein Leiter der Männerabteilung: „Er sagte, seiner Mannschaft stünden maximal elf Spieler zur Verfügung, da die anderen nicht gegen uns spielen wollten.“ Schäfer, auch stellvertretender Fußballwart, bedauerte den Spielausfall und erklärte, den Statuten gemäß gingen drei Zähler an die Gräselberger.

„Es war ein gutes offenes Spiel, bei dem das Ergebnis zu deutlich ist“, sagte TSG-Trainer Max Hellwig. Das 0:1 durch Amin Arjoun sei nach einem Konter nach eigener Ecke gefallen, so Hellwig. „Dann mussten wir aufmachen.“ Die weiteren Tore für den souveränen Spitzenreiter schossen Tawfeeq Johnson (2) und der Ex-46er Enrico Mittelstädt.

Ein Spiel für die Geschichtsbücher: Die Gastgeber drehten einen 0:3-Rückstand in eine 5:4-Führung – um in der Nachspielzeit doch noch das mega spannende und faire Match zu verlieren. „Wir haben es versäumt, noch höher zu führen“, hätte sich Gäste-Coach Miro Stojcevic gerne die Nervenschlacht erspart. „Doch wir haben uns den Sieg verdient – ich bin stolz auf die Jungs.“ Tore: Vahrim Redza (3/ ein Foulelfmeter), Ayman El Yazidi (2), Imad El Youssofi/Ivan Boras (2), Gojo Kolak (2), Viktor Vuksan (2), Luka Sumak.

Im Ländches-Derby schossen die Delkenheimer Raul Romero Centeno, Jonas Richter und Ziyavene Malungu eine 3:0-Führung heraus. „Dann haben wir die Vorentscheidung verpasst, sind in den Zweikämpfen nicht mehr präsent gewesen“, räumte FV-Coach Eric-Pascal Bender ein. Das nutzten Lawrence Schäfer und Erhan Tasdelen, um zu verkürzen. Aber letztlich nutzte Mika Leifermann einen Konter und erlöste die Platzherren.

„Es war ein Spiel, das auch die Igstädter hätten gewinnen können“, räumte SVF-Trainer Stefan Carbach ein. Tore: Dennis Esmaieli, Paul Luis Faber/Patrick Angelroth.

Der Frust war groß bei den Platzherren, die laut ihrem Coach Alex Kopp gegen den Rangzweiten ein richtig gutes Spiel gemacht hatten. In der Nachspielzeit traf SG-Torjäger Ivan Rebic zum Siegtreffer. „Er stand zwei Meter im Abseits – ganz Sonnenberg hat es gesehen – super ärgerlich“, echauffierte sich Kopp. „Ich bin total zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, betonte er. Weitere Tore: 0:1 Necmi Gür, 1:1 Blessing Eriyo.

„Der Sieg ist vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen, denn auch Medenbach hatte gute Chancen“, resümierte FCN-Trainer Manfred Klug. Torschützen: Lio Erhard (3), Samir Hasikj, Simon Olsson.