
AUDIO: Polizei fängt Wolf an der Binnenalster (1 Min)
Stand: 30.03.2026 20:59 Uhr
Der Wolf, der am Wochenende im Hamburger Westen gesichtet wurde, ist am Montagabend in der Hamburger Innenstadt aufgetaucht – und wurde dort eingefangen.
Bei der Polizei gingen mehrere Notrufe ein. Von St. Pauli, über die Feldstraße bis zu den Messehallen wurde das Tier gesichtet. Am Anleger der Alster, direkt in der Baustelle des ehemaligen Lokals „Alex“, konnten Polizisten und Polizistinnen den Wolf wenig später in die Ecke treiben und einfangen. Die Beamtinnen und Beamten sperrten den Bereich mit einem Großaufgebot weiträumig ab.
Am Wochenende im Hamburger Westen gesichtet
Das Tier war am am Sonnabend zunächst am Falkensteiner Ufer in Blankenese und am Klein Flottbeker Weg in Othmarschen gesichtet worden. Am Sonntag meldeten sich laut Polizei dann weitere besorgte Anrufer, die einen Wolf im Bereich Schinckels Park und Römischer Garten in Blankenese gesehen haben wollen. Auch in der Nähe des S-Bahnhofs Othmarschen wurde der Wolf beobachtet. Ein Video sowie ein Foto wurden durch den Wolfsexperten Dr. Norman Stier (TU Dresden) ausgewertet, der zweifelsfrei bestätigten konnte, dass es sich um einen Wolf handelt.
Video:
Wolf im Hamburger Westen gesichtet (3 Min)
Wolf verhält sich äußerst scheu
Nach Einschätzung der Umweltbehörde ging von dem Tier keine Bedrohung aus. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Welpen in der Auswanderungsphase von seinem Rudel. Der Wolf zeige ein stark ausgeprägtes Fluchtverhalten, reagiere äußerst scheu und ziehe sich bislang sofort zurück, sobald Menschen oder Hunde seinen Weg kreuzten.
Mehr als 20 Wolfsnachweise seit 2013
Laut Umweltbehörde gab es in Hamburg seit 2013 insgesamt 21 bestätigte Wolfsnachweise. Zuletzt wurde Mitte März ein verendeter Wolf auf der Autobahn 25 in Höhe der Auffahrt Curslack nach einem Wildunfall aufgefunden.

Hamburgs Umweltbehörde bestätigt, dass ein Wolf im Hamburger westen unterwegs ist. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt war in Hamburg – und an einer Stadtteilschule wurde ein Jugendlicher lebensgefährlich verletzt.

Der Bundestag hatte die Aufnahme ins Jagdrecht bereits beschlossen. Der Umgang mit dem Wolf ändert sich damit grundsätzlich.

Am Elbdeich bei Fliegenberg und im Hamburg-Rönneburg sind in den vergangenen Tagen Wölfe mit dem Handy gefilmt worden.

Ein Landwirt im Hamburger Süden fand die beiden Schafe morgens auf der Weide – das eine tot, das andere musste eingeschläfert werden.