
Stand: 02.04.2026 21:23 Uhr
Nach dem Wolfsangriff auf eine Frau in Hamburg-Altona Anfang der Woche ist die Zukunft des Tiers weiter unklar. Der Wolf ist aktuell in einer Auffangstation bei Sachsenhagen (Landkreis Schaumburg).
Die Gespräche zum weiteren Verbleib des jungen Wolfs sind ist noch nicht abgeschlossen, wie ein Sprecher der Hamburger Umweltbehörde am Donnerstag mitteilte. „Die Unterbringung in der Auffangstation ist vorläufig.“ Man arbeite intensiv an einer Lösung für die Zukunft des Tieres, so Sprecher. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, blieb unklar. „Zu zeitlichen Einzelheiten können wir keine Auskunft geben.“
Polizei fängt Wolf nach Attacke ein
Am Montag war der Wolf in Hamburg Altona aufgetaucht und hatte eine Frau in einer Einkaufspassage verletzt. Das Jungtier wurde letztlich am Montagabend von der Polizei an der Binnenalster gefangen. Das Tier befindet sich mittlerweile in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen. Zunächst war der Wolf kurzzeitig im Wildgehege Klövensteen im Westen von Hamburg untergebracht.
Wie das verängstigte Tier in die Einkaufspassage gelangte ist noch unklar. Vermutlich wurde der Wolf durch einen äußeren Reiz aktiviert, etwa durch ein Auto oder ein anderes Tier, hieß es von der Umweltbehörde zuletzt.
Video:
Polizei fängt Wolf in Hamburger Innenstadt (1 Min)
60-Jährige wurde ambulant behandelt
Ob es sich bei der Verletzung der 60-jährigen Frau um einen Biss handelt wird von Umweltschützern bezweifelt. Dazu erklärte die Umweltbehörde: „Stand jetzt gehen wir nach dem Polizeibericht und Zeugenaussagen von einem Biss aus. Die Frau hat eine Verletzung im Gesicht, die einen Biss nahelegt.“ Die Frau sei im Universitätsklinikum Eppendorf ambulant behandelt worden, hatte Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) am Dienstag mitgeteilt.

Der Biss ist der erste Angriff von einem Wolf auf einen Menschen in Deutschland seit der Wiederansiedlung 1998. Das Tier wurde vorerst in den Wildpark Klövensteen gebracht.

Erstmals seit 1998 hat in Deutschland ein Wolf einen Menschen angegriffen – in Altona. Wieder mehr ausbildungswillige Jugendliche, aber weniger Ausbildungsplätze. Keine Streiks mehr im Nahverkehr.

Einen Vorfall wie in Hamburg habe es „in Europa in den letzten 200 Jahren nicht gegeben“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtierstiftung.

Es gebe Regionen, wo in Stadtnähe ganze Wolfsrudel ansässig sind, so ein Experte. Von ihnen gehe aber nicht zwingend eine Gefahr aus.