Der Film ist Teil einer riesigen Reihe.

Der Film ist Teil einer riesigen Reihe.Bild: Disney

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Das MCU begeistert Fans weltweit seit Jahrzehnten. Wenig überraschend gilt es daher auch als eine der erfolgreichsten Reihen aller Zeiten. Trotzdem erlebte man in der Vergangenheit ein Produktionsfiasko, das vor allem der Star des Films kritisch bewertete.

04.04.2026, 07:0604.04.2026, 07:06

Michelle Nuhn

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Ein Hammer, ein göttlicher Held und ein Mega-Franchise: Im MCU ist Thor seit seinem ersten Auftritt im Jahr 2011 ein fester Bestandteil. Auf den weltweiten Erfolg des ersten Films rund um den Donnergott folgten gleich mehrere Fortsetzungen – sowohl innerhalb der Avengers-Reihe als auch in Form von eigenständigen Produktionen.

Doch während diese zunächst ähnlich viel Anklang beim Publikum fanden wie das Original, landete das Franchise mit dem jüngsten Thor-Projekt einen Reinfall – zumindest, wenn es nach Hauptdarsteller Chris Hemsworth geht. „Thor: Love and Thunder“ läuft dennoch im Stream.

Darum geht es in „Thor 4“

Nach den Ereignissen von „Avengers: Endgame“ hat sich Thor (Chris Hemsworth) von seinem bisherigen Leben als Held entfernt und versucht, fernab großer Schlachten seinen eigenen Weg zu finden. Doch die anfängliche Ruhe währt nicht sehr lange.

So taucht mit Gorr eine neue Bedrohung auf, die gezielt Jagd auf Götter macht und dabei eine persönliche Mission verfolgt. Thor sieht sich gezwungen, wieder in den Kampf zurückzukehren. Dabei muss er nicht nur andere schützen, sondern sich auch seiner Vergangenheit stellen.

Um ihn aufzuhalten, schließt sich Thor mit alten und neuen Verbündeten zusammen – darunter auch Jane Foster (Natalie Portman), die nun selbst über göttliche Kräfte verfügt. Gemeinsam stellen sie sich einer Bedrohung, die nicht nur das Universum, sondern auch Thors eigene Überzeugungen erschüttert.

Chris Hemsworth schämt sich für „Thor: Love and Thunder“

„Thor: Love and Thunder“ war kommerziell betrachtet ein Erfolg: Weltweit spielte der Film laut „Box Office Mojo“ rund 760 Millionen US-Dollar ein und gehört damit zu den erfolgreicheren MCU-Beiträgen der jüngeren Phase. Dennoch blieb er hinter den Erwartungen zurück – insbesondere in den Kritiken.

So kam sein Vorgänger „Thor: Tag der Entscheidung“ im Jahr 2017 sowohl bei Kritiker-Stimmen als auch beim Publikum deutlich besser an. Auf Rotten Tomatoes erhält dieser beinahe perfekte 93 Prozent, während „Love and Thunder“ sich mit einer Durchschnittswertung von nur 63 Prozent zufriedengeben muss.

Grund für die schlechtere Resonanz ist vor allem das Drehbuch. Dieses strotzt nur so vor übertriebener Comedy, die im Umkehrschluss keinerlei emotionale Tiefe zulässt. Selbst Hauptdarsteller Chris Hemsworth äußerte Kritik an der Arbeit von Regisseur Taika Waititi.

In Interview mit „GQerklärte der Schauspieler im Sommer 2023, dass „Thor: Love and Thunder“ stellenweise zu albern geworden war. Zurückzuführen ist das laut ihm unter anderem auf den Spaß, den das gesamte Team während der damaligen Dreharbeiten gehabt haben soll:

„Es wurde einfach zu albern. Es ist immer schwer, mittendrin zu sein und dann irgendwelche objektive Außensicht darauf zu haben.“

Rund ein Jahr später sprach er auch mit „Vanity Fair“ über den umstrittenen Marvel-Streifen. Im Gespräch erklärte er, zu bedauern, was aus dem Film wurde. „Ich habe mich in die Improvisation und die ganze Verrücktheit hineingesteigert und wurde zu einer Selbstparodie“, gestand Hemsworth.

ProSieben zeigte „Thor: Love and Thunder“ am 3. April um 20.15 Uhr. TV-Ausstrahlung verpasst? Kein Problem, denn der Film ist auch im Stream verfügbar. Genau wie alle anderen Marvel-Produktionen findet sich Thors Geschichte in der Mediathek von Disney+. Alternativbestehen die üblichen Kauf- und Leihoptionen bei Amazon.