Bielefeld. 16 Tore und acht Vorlagen in 28 Pflichtspielen: Die Bilanz von Mika Schroers in der laufenden Drittligasaison ist beeindruckend. So beeindruckend, dass Alemannia Aachen nun von der Kaufoption für Schroers Gebrauch macht, die in dem mit Arminia Bielefeld ausgehandelten Leihvertrag für die laufende Saison vereinbart ist. Das haben beide Klubs am Osterwochenende mitgeteilt.
„Offensivspieler Mika Schroers wird nicht nach Bielefeld zurückkehren, sondern fest zu Alemannia Aachen wechseln. Der Drittligist, für den Schroers bereits seit Beginn der laufenden Saison im Einsatz ist, macht von der im Leihvertrag verankerten Kaufoption Gebrauch“, heißt es vonseiten des Zweitligaabstiegskandidaten Arminia.
Nach Angaben der Alemannia unterschreibt der 24-Jährige am Tivoli einen Dreijahresvertrag. „Mika hat die Erwartungen, die wir mit seiner Leihe verbunden haben, voll erfüllt. Mit seinen Toren und Vorlagen hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Mannschaft im Saisonverlauf stabilisiert hat und aktuell im gesicherten Tabellenmittelfeld steht. Für uns war daher früh klar, dass wir die Kaufoption ziehen möchten“, erklärt Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport von Alemannia Aachen.
Arminia-Leihgabe Schroers gelingt weiterer Hattrick
Auch Schroers selbst, dem am Ostersonntag beim 3:0 im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ein lupenreiner Hattrick gelang – der erste glückte ihm am achten Spieltag beim 5:1 in Schweinfurt-, ist mit der Entscheidung glücklich: „Ich habe schon zu Beginn meiner Leihe gesagt, dass es für mich etwas ganz Besonderes ist, für den Verein zu spielen, für den bereits mein Vater aktiv war. Dass sich die Alemannia jetzt für eine feste Verpflichtung entschieden hat, macht mich sehr stolz. Ich spüre hier großes Vertrauen – von der Mannschaft, dem Trainerteam und den Fans.“
Der Offensivspieler war im Sommer 2024 von Borussia Mönchengladbach II zum DSC Arminia gewechselt, verpasste unter Trainer Mitch Kniat aber den Durchbruch in der 3. Liga. Spätestens nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga wurde schnell deutlich, dass es Schroers angesichts der Konkurrenz auf den Außenpositionen schwer haben würde, substanzielle Einsatzzeiten in Bielefeld zu bekommen.
22 Pflichtspiele für Arminia Bielefeld
Sowohl an den ersten beiden Zweitliga-Spieltagen der laufenden Saison als auch bei der DFB-Pokalpartie gegen Werder Bremen wurde er nicht für den Spieltagskader nominiert. Am dritten Spieltag gegen Dynamo Dresden schaffte er zwar den Sprung in das Aufgebot, saß während der 1:2-Heimniederlage aber über die vollen 90 Minuten auf der Bank. Spielpraxis sammelte Schroers nur noch in der Oberliga, wo er in zwei Partien für Arminias U21 drei Tore erzielte. Dann erfolgte der Abschied in Richtung Aachen.
Aachens Mika Schroers bejubelt einen seiner drei Treffer am Ostersonntag gegen Wehen Wiesbaden. – © IMAGO/HMB-Media
Im Sommer wird sich das kurze Kapitel Arminia Bielefeld nach 22 Pflichtspielen (ein Tor, zwei Vorlagen) für Schroers nun also endgültig schließen. Der Zweitligist darf sich wiederum über eine kleine Ablösesumme für den Offensivspieler freuen. Diese soll einem Medienbericht zufolge im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen.
Mersad Selimbegovic, Trainer des Tabellenneunten Alemannia, sagt: „Mika ist ein sehr dynamischer und zielstrebiger Offensivspieler, der immer wieder den direkten Weg zum Tor sucht. Er hat in dieser Saison eine starke Entwicklung genommen und ist für unser Spiel enorm wichtig. Ich freue mich, weiterhin mit ihm arbeiten zu können.“
