Wenn ein Unfall geschieht und die Polizei gerufen wird, stehen die Beteiligten meist bei ihren Fahrzeugen oder am Straßenrand – und sind ein wenig nervös. In der Nacht zu Ostersonntag war das in Oberbilk anders. Dort hatte ein Mann nach einem Unfall erklärt, sich erst einmal schlafen legen zu müssen – und das dann auch getan.
Der Unfall ereignete sich um 1.52 Uhr in der Nacht zu Ostersonntag. Ein 25-jähriger Düsseldorfer wollte mit seinem Pkw eine Tankstelle an der Kölner Straße verlassen. An der Zufahrt zur Straße hielt er an, um einen anderen Pkw, der aus Richtung Kruppstraße aus kam, passieren zu lassen. Es fiel dem 25-Jährigen sodann ein dahinter folgender E-Scooter auf, der sich mit schwankenden Bewegungen näherte und dann unvermittelt mit seinem Pkw kollidierte. Auf Nachfrage des 25-Jährigen versicherte der 45 Jahre alte E-Scooter-Fahrer, dass es ihm so weit gut gehe, er aber jetzt erst einmal schlafen müsse.
Der Autofahrer rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, schlief der 45-Jährige tatsächlich auf dem Boden neben seinem E-Scooter. Nachdem der Mann von der Polizei geweckt worden war, ergaben sich deutliche Hinweise auf eine mögliche Trunkenheitsfahrt. Ein erster Atemalkoholtest war positiv und zeigte einen Wert von deutlich über einem Promille.
Die Beamten hatten zudem den Verdacht, der E-Scooter-Fahrer sei unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren. Dem Mann wurden deswegen Blutproben entnommen. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Er kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an.