Bremen investiert Millionen
Neue Maßnahmen gegen Drogen: Diese Stadtteile sind betroffen
08.04.2026 – 13:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Drogen (Symbolbild): Der Bremer Senat beschließt zusätzliche Mittel für Maßnahmen der Integrierten Drogenhilfestrategie. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)
Mehr Streetwork, Drug-Checking und saubere Parks: Der Senat will die Drogenszene stärker in den Griff bekommen. Dafür werden Millionen investiert.
Der Senat hat zusätzliche Millionen für den Ausbau der Drogenhilfe beschlossen. Für die Jahre 2026 und 2027 sollen rund 5,6 Millionen Euro bereitgestellt werden – zusätzlich zu bereits eingeplanten zehn Millionen Euro.
Ziel ist es, die wachsende Drogenszene einzudämmen und die Situation in besonders betroffenen Stadtteilen spürbar zu verbessern. Im Fokus stehen Quartiere wie Mitte, Neustadt, Gröpelingen und Vegesack. Dort sollen bestehende Hilfsangebote ausgebaut und neue geschaffen werden.
Der Senat plant mehr Streetwork, zusätzliche Beratungsstellen und eine bessere medizinische Versorgung, etwa durch mobile Angebote und Impfaktionen, zu schaffen. Auch bei akuten Gefahren will der Senat nachschärfen. Ein neues Frühwarnsystem und ein Drogenmonitoring zum Beispiel über Abwasseranalysen sollen Trends schneller erkennen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf besonders gefährdeten Gruppen. Für Kinder und Jugendliche wird die Fachberatung gestärkt, für Frauen soll es neue Schutz- und Ruheräume geben. Gleichzeitig wird das Integrierte Drogenhilfezentrum ausgebaut.
Neben Hilfen für Betroffene setzt der Senat auch auf mehr Ordnung im öffentlichen Raum. Reinigungsintervalle sollen erhöht und der Ordnungsdienst aufgestockt werden. In Bereichen wie dem Nelson-Mandela-Park sind zudem bauliche Veränderungen geplant, etwa bessere Beleuchtung und zusätzliche Sitzmöglichkeiten.
Auch Prävention spielt eine Rolle: Schulen sollen stärker über Suchtgefahren informieren, insbesondere zu Glücksspiel und digitalen Medien. Gleichzeitig sind neue Wohnangebote für langjährige Drogenkonsumenten geplant, um ihre Lebenssituation zu stabilisieren.
Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, die Ende 2023 beschlossen wurde. Sie verbindet Hilfeangebote mit ordnungspolitischen Maßnahmen und soll langfristig die Lage in den betroffenen Stadtteilen entspannen.
