Nach Absprache mit Fahrer

Dieser Rheinbahn-Trick sorgt für mehr Sicherheit

Aktualisiert am 12.04.2026 – 12:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Knopf für den Haltewunsch in einem Linienbus in Düsseldorf (Symbolfoto): Die Rheinbahn bietet einen Service, der Fahrgästen nachts mehr Sicherheit geben soll.Vergrößern des Bildes

Knopf für den Haltewunsch in einem Linienbus in Düsseldorf (Symbolfoto): Die Rheinbahn bietet einen Service, der Fahrgästen nachts mehr Sicherheit geben soll. (Quelle: IMAGO/Olaf Döring/imago)

Die Rheinbahn bietet abends einen besonderen Service an, den kaum ein Düsseldorfer kennen dürfte. Wie die Option funktioniert.

Die Düsseldorfer Verkehrs-Betriebe bieten jeden Abend eine Option an, die viele Fahrgäste Sicherheit bringen dürfte. Nach 21 Uhr können Kunden auch abseits der normalen Bushaltestellen aussteigen, sofern es nach Absprache mit dem Busfahrer möglich ist.

Das Konzept ist einfach: Wer zwischen zwei regulären Haltestellen aussteigen möchte, kann dem Fahrpersonal rechtzeitig Bescheid geben. Der Bus hält dann an einer geeigneten und sicheren Stelle entlang der Strecke – vorausgesetzt, es sprechen keine verkehrlichen Gründe dagegen. Ziel ist es vor allem, den Heimweg für Fahrgäste sicherer und komfortabler zu machen.

Die Regelung richtet sich insbesondere an Menschen, die sich nachts auf dem Weg nach Hause unsicher fühlen – etwa Frauen, ältere Personen oder Jugendliche. Jeder Fahrgast kann diesen Service jedoch nutzen. Durch das Aussteigen näher am Zielort lassen sich dunkle oder schlecht einsehbare Wege vermeiden.

Nach Angaben der Rheinbahn gilt das „Halten auf Zuruf“ vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Dabei entscheidet das Fahrpersonal im Einzelfall, ob ein zusätzlicher Halt möglich ist. Kriterien sind unter anderem die Verkehrssituation, die Sicherheit aller Beteiligten sowie geeignete Haltemöglichkeiten am Straßenrand.

Wichtig für Fahrgäste: Der Ausstiegswunsch sollte frühzeitig angemeldet werden – idealerweise direkt nach dem Einstieg oder einige Haltestellen vor dem gewünschten Zielpunkt. So haben Fahrerinnen und Fahrer genügend Zeit, die Situation zu prüfen und sicher zu reagieren.

Vergleichbare Modelle gibt es bereits in Köln und Hamburg. Studien und Erfahrungen aus diesen Städten zeigen, dass das Angebot gut angenommen wird und das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Fahrgäste deutlich verbessert.