Das ist ihr Favorit

In dieser Bar mixt die beste Barkeeperin Deutschlands Cocktails

12.04.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.

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Luisa Fritsche in ihrem Element: 2024 holte sie den wichtigsten Preis der Branche. (Quelle: Benjamin Straße)

Luisa Fritsche ist Meisterin im Mixen von Hochprozentigem. Alle drei Monate gibt es in ihrer Bar neue Drinks. In ihrem Favoriten stecken sogar die Pflaumen aus dem Garten ihrer Mutter.

„Als Barkeeperin hat man keinen Lieblingscocktail“, sagt Luisa Fritsche und lacht. Bei ihr hängt es von der Tagesform und auch von der Jahreszeit ab, worauf sie gerade Lust hat. Das erklärt auch die Karte im „nook-sips in a kitchen“: Alle drei Monate wechseln die Drinks – immer passend zur Jahreszeit.

Im Oktober eröffnete Luisa Fritsche gemeinsam mit Koch Konrad Lange und Barkeeper Toomas Laur das „Nook“ auf dem Bischofsweg 72 in der Dresdner Neustadt. Mehr als 25 Jahre lang servierte hier das „Bischof 72“ Schnitzel und Forelle. Jetzt verfolgt das Trio ein neues Konzept: „Wir wollten unbedingt eine Restaurant-Bar aufmachen, weil uns in Dresden gefehlt hat, dass man auf gleichem Niveau sowohl essen als auch trinken kann“, sagt die 27-Jährige.

Wer donnerstags bis montags ab 18 Uhr einen Cocktail bestellt, bekommt ihn von Deutschlands bester Barkeeperin gemixt. Luisa Fritsche holte sich 2024 den Titel „World Class Bartender of the Year“ – den wichtigsten Preis der Branche. Das Finale fand in Shanghai statt. „Dafür habe ich auch viel getan“, sagt sie. In dem Wettbewerb gab es mehrere Runden an verschiedenen Orten. Immer wieder musste Luisa Fritsche neue Cocktailideen einreichen, die Drinks mixen und vor einer Jury präsentieren.

Luisa Fritsche wurde in Wiesbaden geboren, zog aber schon mit acht Jahren mit ihrer Familie nach Dessau. Schon als Kind wusste sie, dass sie in die Gastronomie will. Das liegt an ihren Großeltern, denn die haben seit 70 Jahren ein Lokal mit Pension. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Taschenbergpalais in Dresden. Danach arbeitete sie aber doch lieber in Bars. Zum Beispiel im Gin House, der Bar im Hotel Suitess an der Frauenkirche.

In ihrer eigenen Bar könne sie sich kreativ austoben, wie sie sagt. Inspiration findet sie überall. Zuletzt gab es ein Getränk auf der Karte, das durch eine Ramen-Suppe inspiriert wurde. „Die Deko war ein Wachtelei und im Drink waren Sesamöl, Koriander, Frühlingszwiebel und Knoblauch“, sagt sie. Die Basis war ein Gin.