Selbstzweifel
„Üble Kinderarbeit“: Hamburger Moderator spricht über Jugend
15.04.2026 – 08:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Markus Lanz: Der heute in Hamburg lebende TV-Moderator wuchs in Südtirol in Italien auf. (Quelle: IMAGO/teutopress GmbH/imago)
Markus Lanz berichtet von harter Arbeit als Kind und anhaltenden Selbstzweifeln. Was ihn belastete, wurde später zu seinem Antrieb.
Markus Lanz hat offen über prägende Erfahrungen aus seiner Kindheit und anhaltende Selbstzweifel gesprochen. Der Hamburger TV-Moderator sagte dem Magazin „Stern“, er habe früh hart arbeiten müssen – etwa auf Kartoffeläckern und als Tellerwäscher in Hotels.
„Das war üble Kinderarbeit und hat mich sehr geprägt“, sagte der 57-Jährige. Dabei habe er ständig Anweisungen von anderen bekommen. Sein Ziel sei gewesen, dort rauszukommen – dieser Wunsch habe ihn angetrieben.
Auch Minderwertigkeitsgefühle hätten ihn lange begleitet. „Rumgeschubst zu werden, ist ein Minderwertigkeitskomplex, den viele arme Leute haben. Und es war auch mein Minderwertigkeitskomplex“, so Lanz. Heute führe er ein selbstbestimmtes Leben – für ihn das Wichtigste.
Gedanken wie „nicht gut genug, nicht schnell genug, nicht schlau genug“ kenne er bis heute. Gleichzeitig sieht er darin eine Stärke: „Vielleicht hat es genau deshalb mit mir und Deutschland so gut gepasst: immer zweifeln, immer hinterfragen.“ Der Wunsch, es besser zu machen, habe nicht nur ihn geprägt, sondern auch zum Erfolg Deutschlands beigetragen.
Lanz wuchs in Südtirol in Italien auf und gehört heute zu den bekanntesten Moderatoren im deutschen Fernsehen.
