Teilnehmer einer Demonstration für faire Honorare für Psychotherapeuten protestieren auf dem Hamburger Rathausmarkt.

AUDIO: Psychotherapeuten demonstrieren in Hamburg (1 Min)

Stand: 15.04.2026 14:41 Uhr

Auf dem Hamburger Rathausmarkt haben am Mittwoch mehrere Hundert Psychotherapeutinnen und -therapeuten gegen Honorarkürzungen demonstriert. Es gab bereits den zweiten bundesweiten Protesttag innerhalb kurzer Zeit.

„Schützen, was schützt“ stand auf den Transparenten und Schildern der Demonstrierenden – oder auch „Psychotherapie rettet Leben“. Die Therapeutinnen und Therapeuten sind auf Zinne. 4,5 Prozent weniger Geld bekommen sie auf Druck der Krankenkassen. Die Kassen hatten argumentiert, dass die Psychotherapie inzwischen deutlich besser honoriert werde – deshalb sei das Ganze auch keine Kürzung, sondern eine Honoraranpassung.

Demonstranten weisen Krankenkassen-Argumente zurück

Doch dieses Argument wiesen die Demonstrantinnen und Demonstranten zurück. Sie sagen: Ja, wir hatten zwar ein deutliches Plus – verdienen aber immer noch deutlich weniger als die meisten Kassenärztinnen und -ärzte. Und das bei sehr hohen Kosten, die sie für ihre jahrelange Ausbildung auf den Tisch legen müssen. Gleichzeitig verwiesen sie darauf, dass sie dem Gesundheitssystem viel Geld sparen, denn eine Therapie sei weitaus günstiger als die Folgekosten von psychischen Erkrankungen.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Honorarkürzungen nicht mit uns".

Am 1. April sinken die Honorare für Psychotherapeuten bundesweit um 4,5 Prozent. Am Sonnabend ist deshalb ein bundesweiter Protesttag geplant.

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