Mitten im kriegszerstörten und vom Nationalsozialismus geprägten Berlin sollte 1945 wieder ein Ort des Wissens entstehen, wo einst die Ingenieure und Forscher an den Verbrechen des NS-Regimes mitgewirkt hatten.

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Aus den Ruinen der Technischen Hochschule wurde die Technische Universität Berlin wieder aufgebaut.

An der Technischen Hochschule gewesen: Wir bauen auf und fangen an.

notierte der damalige Student Peter Grunow am 11. Juni 1945 in sein Tagebuch. 

Schon 1945 kamen ehemalige Studenten zu den Ruinen. Mehr als die Hälfte der früheren Gebäude war in Trümmern.

World War II: Part of the Charlottenburg district of Berlin destroyed by Allied bomardements (Germany), in 1945. (Photo by adoc-photos/Getty Images)

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Bis zu einem halbwegs normalen Studierendenalltag ist es ein langer Weg. So sah Charlottenburg 1945 aus (hier ein Ausschnitt ohne ehemalige TH).

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Kriegsschäden, Bauarbeiter beseitigen Schäden nach 1946

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Wer damals an die TU wollte, musste zuerst 100 Stunden Aufräumarbeit leisten. Man unterstützte Bauarbeiter (hier 1946) darin, die Kriegsschäden zu beseitigen.

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Steinmetzarbeiten zum Wiederaufbau des Hauptgebäudes, Nordseite der TU Berlin um 1953

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Selbst 1953 sind noch Schäden sichtbar. Steinmetze arbeiten daran, zu ersetzen, was dem 1879 als „Königliche“ TH eröffneten Gebäude noch fehlt.

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Chemiestudenten Fritz, Wolfgang und Thomas auf einem Steinhaufen vor der Südfassade des Hauptgebäudes 1952

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Trotzdem vergnügt: Chemiestudenten 1952 auf einem Steinhaufen vor der Südfassade des Hauptgebäudes.

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Kriegsschäden, Baustelle mit Fahrradfahrer

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Und mit dem Fahrrad kommt man durch die Ruinen.

Im britischen Sektor des geteilten Berlins wurde dann am 9. April 1946 die Technische Universität „neu“ gegründet. Das sollte den Bruch mit der Nazi-Vergangenheit der TH markieren.

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Kriegsschäden an der TH, Hauptgeb. Brandt und Mitgl. des Senats nach Grundsteinlegung Nordfront Hauptgebäude am 21.Juli 1958, 2. Aufnahme

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Die Uni wird auch ein neues Gesicht bekommen: einen Neubau an der Nordfront. 1958 wird der Grundstein gelegt, mit dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt (vorne links).

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Kriegsschäden, W. Brandt geht zur Grundsteinlegung des Neubaus von Nordfassade und Campus 1958

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Zu sehen ist deutlich, wie zerstört der nördliche Teil des Hauptgebäudes ist.

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Kriegsschäden, Sprengung des Sockelgeschosses Hauptgebäude Januar 1961

© Universitätsarchiv der TU Berlin

1961 wird das Sockelgeschoss des Hauptgebäudes gesprengt – aufgenommen von dort, wo heute die Straße des 17. Juni ist.

Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin/ TU Berlin *** Main Building of the Technical University Berlin TU Berlin
TUBerlin2026

© IMAGO/CHRISTIAN KIELMANN

Und das ist das Ergebnis: Das Hauptgebäude sieht bis heute so aus.

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Hauptgebäude der TU mit Parkplatz, Neuer Nordflügel mit Audimax um 1968; Vorplatzumgestaltung ohne Autos erst 2007/2008

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Mit dem Unterschied, dass heute Fahrradständer sind, wo 1968 noch die Käfer parkten.

Seit 2019 spielt die TU Berlin in der Top-Liga der „Exzellenzuniversitäten“. Für den bundesweiten Wettbewerb hatten sich die TU, die Freie und die Humboldt-Universität mit der Uniklinik Charité vereint – und waren als Verbund erfolgreich. Bis 2033 bekommt die „Berlin University Alliance“ viele Millionen Fördergelder.

Es hat sich in den vergangenen Dekaden einiges getan.

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Alter Lesesaal im Hauptgebäude, Bibliothek der TU, Katalogsaal Juli 1975

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Zwar kommt mancher Modetrend heute wieder. Aber eine Schlaghose aus den 70ern? Selbst für die „Generation Z“ dürfte das ein Wagnis sein.

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Chemie-Gebäude, Chemisches Praktikum

© Universitätsarchiv der TU Berlin

Fand man in den 50ern nur Männer beim chemischen Praktikum im Labor …

Zwei Studentinnen machen ein Social Media Clip beim Erstsemestertag der TU Berlin 2025 ©KevinFuchs

© Kevin Fuchs

… ist die TU heute deutlich weiblicher. Und mit rund 35.000 Studierenden und 8300 Mitarbeitenden eine der größten Präsenzunis in Deutschland.

ACHTUNG: Nur zur einmaligen Verwendung
Flugtechn. Institut, Inst. f. Flugführung, Rechenzentrum, vermutlich in den 1960er Jahren

© Universitätsarchiv der TU Berlin

In den 60ern sah ein Rechenzentrum so aus, hier am Flugtechnischen Institut.

Ein Test am Versuchszentrum des Fachbereichs Kraftfahrzeuge der TU Berlin 2025  ©KevinFuchs

© Kevin Fuchs

Heute arbeitet man am Versuchszentrum des Fachbereichs Kraftfahrzeuge mit Virtual Reality, Sensoren und Livedaten.

weiterer Wasserschaden an der TU. Copy: TU

© TU

Credit: TU Berlin, es zeigt die Folgen eines Wasserschadens im Chemiegebäude

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… und hier eines Wasserschadens in einem Chemie-Hörsaal. Weil sich die Fälle häuften, drängt die TU auf mehr Mittel für Sanierung und Neubau vom Land Berlin.

Designierte TU Präsidentin Fatma Deniz in der Marchstraße 23 (grünes Kostüm) und am Ernst-Reuter-Platz (rotes Kostüm). Im Dezember 2025 wurde Deniz als Nachfolgerin von Geraldine Rauch zur Präsidentin der Technischen Universität Berlin ab April 2026 gewählt.

© Tagesspiegel/Lydia Hesse

Wo es für die TU Berlin in den kommenden Jahren hingeht, entscheidet fortan Fatma Deniz. Die Informatikerin begann am 1. April ihre Präsidentschaft.