Zwei Millionen Euro erhält die Stadt Karlsruhe aus der Bundeskasse zur Sanierung der Hildapromenade. Wie das Geld konkret eingesetzt werden soll, haben wir bereits hier zusammengefasst: Das ist bis Ende 2028 geplant!

Icon vergrößern
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Im Rahmen einer erneuten Bürgerbeteiligung am 17. April sollten die Pläne mit den Bürgern diskutiert und eventuelle Änderungsvorschläge geprüft werden. Doch die gut besuchte Veranstaltung in der Lukaskirche ließ schnell den Unmut der Teilnehmer über die Gesamtsituation vor Ort hochkochen.
Stadt kann keine Mehrkosten für Wasser und Dünger stemmen
Die Hildapromenade ist als Grünstreifen inmitten einer Fahrradstraße eingebettet. Das stelle auch das Gartenbauamt laut eigener Aussage vor Herausforderungen. Es können nur gepflanzt werden, wo keine Leitungen verlaufen, die in Konflikt mit den Wurzeln kommen könnten. Hinzu sei die Bodenbeschaffenheit sehr trocken. Es braucht zu viel Wasser und Dünger, ein Aufwand, welcher sich die Stadt nicht leisten kann.

Icon vergrößern
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Anwohner kritisieren Verkehrssituation auf der Hildapromenade
Die erste Wortmeldung spricht die allgemeine Verkehrssituation in der Hildapromenade an. „Wir haben eine Fahrradstraße, doch mit einem kleinen Kind kann man auf der Promenade nicht laufen“, sagt die Anwohnerin. Denn die Radfahrer bleiben oft nicht auf der Fahrradstraße und durchqueren auf dem Rad die Grünfläche, was rechtlich auch erlaubt ist. „Generell gibt es keine Laufwege in der Grünanlage, weshalb sich viel mehr Trampelpfade entwickeln“, ergänzt ein weiterer Bürger.
Anwohner beklagen Mangel an öffentlichen Toiletten
Weitere Kritikpunkte sind der Feinstaub, welcher auf den Wegen entstehe und sich verbreitet, sowie der Mangel an öffentlichen Toiletten. Außerdem wird die Frage nach Sauberkeit und Vandalismus laut. Insbesondere die Gegend um den Budo-Club gelte als Brennpunkt. Doris Fath, die Leiterin des Gartenbauamts in Karlsruhe, sagt dazu knapp: „Wir glauben immer an das Gute im Menschen.“
Liegengelassene Glasflaschen bis hin zu Drogenbesteck prägen laut Anwohner regelmäßig das Bild der nördlichen Hildapromenade

Icon vergrößern
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Michael Meyer lebt bereits seit über 50 Jahren an der nördlichen Hildapromenade. „Ich sehe die gesellschaftliche Veränderung“, sagt er gegenüber ka-news. Dass die Jugend feiere, sei für den Anlieger in Ordnung, doch in der Nacht, in einer Anlage, in welcher sich der Schall fange, betrachtet Meyer als kritisch. Liegengelassene Glasflaschen bis hin zu Drogenbesteck prägen regelmäßig das Bild am Morgen. Ihm war es wichtig, diesen Punkt bei der Bürgerbeteiligung anzusprechen, da eine Umgestaltung dazu führen sollte, dass sich alle wohler fühlen.
„Sobald Trampelpfade entstehen, ist dies etwas, worauf die Stadt bei der Planung eingehen sollte“

Icon vergrößern
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Rufael Mekuria hingegen hat an der Bürgerbeteiligung als Hundebesitzer teilgenommen. Die Sorge sei groß gewesen, dass die Hundeauslaufflächen gestrichen werden. Eine Sorge, mit der bereits zu Beginn der Veranstaltung aufgeräumt wurde: Die Hundeauslaufflächen sollen alle erhalten bleiben. Doch auch zu dem Thema der verschiedenen Verkehrsteilnehmer in der Hildapromenade hat Mekuria eine starke Meinung: „Sobald Trampelpfade entstehen, ist dies etwas, worauf die Stadt bei der Planung eingehen sollte“, sagt er. Denn, dass es überhaupt dazu kam, lässt bereits auf eine Lücke in der Planung schließen.
Er fasst zudem zusammen: „Niemand hat sich über die geplanten Vorhaben der Stadt beschwert, über die Grundidee, grundsätzlich ist es gut, dass überhaupt etwas getan wird.“
„Besonders die mit Feinstaub belasteten Wege sind ein großes Thema“

Icon vergrößern
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Schließen
Icon Schließen
Icon vergrößern
Icon verkleinern
Icon Pfeil bewegen
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Hildapromenade am 17. April 2026.
Foto: Katharina Peifer
Berenike Dietz sieht die große Bürgerbeteiligung bei der jetzigen Sanierung, insbesondere in der seit Jahren andauerten und bisher wenig Aufmerksamkeit gespendeten Situation der Hildapromenade. „Besonders die mit Feinstaub belasteten Wege sind ein großes Thema“, sagt sie gegenüber der Redaktion. Eine bessere sowie klarere Regelung bei den verschiedenen Verkehrsteilnehmern empfindet sie zudem als sehr sinnvoll.
-
Katharina Peifer
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Sanierung
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Feinstaub
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis