Noch immer liegt der Zementsack an Ort und Stelle. Wobei das Wort „Sack“ schon lange nicht mehr zutreffend ist. Nach mehr als 17 Jahren, in denen er am Straßenrand liegt, ist aus dem feinen Pulver längst ein solider Klotz geworden. Er ist mit Moos bewachsen. Auf den ersten Blick könnte man den Sack für einen Findling halten oder den Sockel eines Denkmals, das hier vielleicht mal stand. Doch das Einzige, woran er erinnert, ist achtlos abgelegter Müll.

© Sönke Matschurek
Manfred Gresens steht in der Juliusstraße in Neukölln und seufzt. Er wohnt in der Parallelstraße.

© Sönke Matschurek
Als er den aufgerissenen 40-Kilo-Sack im November 2009 an einem Laternenpfahl entdeckte, war die Aufschrift noch erkennbar.